Die Überquerung des Verkehrsknotens stellt Passanten mit Einschränkungen oft vor Probleme. Nun drängen zwei Ratsfraktionen auf rasche Abhilfe.
Die Verkehrsführung am Esslinger Hirschlandkopf ist komplex. Vor allem für Fußgänger mit körperlichen Einschränkungen kann es schwierig sein, die Fahrbahn der Wielandstraße schnell genug zu überqueren. Nun fordern die Fraktionen von Linke/FÜR und WIR/Sportplätze erhalten rasche Maßnahmen für eine sichere Überquerungen für Fußgänger, und sie verweisen auf die UN-Behindertenkonvention, die auch am Hirschlandkopf gelte. An diesem Mittwoch soll darüber im Ausschuss für Bauen, Mobilität und Klimaschutz des Gemeinderats diskutiert werden.
„Es geht vor allem um die Fußgängerampel über die Wielandstraße am Hirschlandkopf“, betont Linke-Stadtrat Tobias Hardt. „Die Wegstrecke ist mit 17,50 Metern verhältnismäßig lang und besitzt in der Mitte einen schmalen Streifen. Menschen, die zum Beispiel nach einem Schlaganfall sehr langsam gehen, erreichen in der Grünphase gerade einmal diesen Mittelstreifen. Dort gibt es aber keinen Anforderungsknopf für Fußgänger, sodass diese Menschen in der Mitte gefangen sind.“
Stadt soll keine Möglichkeit ausschließen
Darin sehen die Antragsteller „eine hochgradige Gefährdung, sollten die Betroffenen sich genötigt sehen, dann bei Rot über die Straße zu gehen“. Tobias Hardt moniert, die Verwaltung habe ein halbes Jahr benötigt, um im Ausschuss am Ende doch keine Lösung präsentieren zu können. Den Hinweis der Verwaltung, die Leistungsfähigkeit dieses Verkehrsknotenpunkts lasse keine längeren Grünphasen für Fußgänger zu, will Hardt nicht akzeptieren: „Die Stadt muss die beste Lösung finden und nicht alle Möglichkeiten von vornherein ausschließen.“
Für die Antragsteller bleiben vor allem zwei Lösungsvorschläge: Künftig könnten Fußgänger auch ohne Anforderung regelmäßig grünes Licht bekommen. Sollte die Grünphase nicht lang genug dauern, könnten Passanten, die bis zum Lichtzeichenwechsel nur die Hälfte der Strecke geschafft haben, im zweiten Anlauf vollends die Kreuzung überqueren. Wenn sich die Verwaltung dazu nicht durchringen könne, müsse zumindest ein Anforderungsknopf auf dem schmalen Streifen zwischen den Fahrbahnen installiert werden. „In jedem Fall muss eine Lösung entsprechend der UN-Behindertenkonvention her und nicht erst in einem weiteren halben Jahr“, fordert Tobias Hardt.