Etwa 30 Mieter und Hauseigentümer aus der Mittleren Beutau haben sich von Tiefbauamtsleiter Uwe Heinemann über das Hochwasser am Geiselbachkanal und seine Folgen informieren lassen. Foto: Roberto Bulgrin

Die Stadt lässt sie weiter im Regen stehen: So fühlen sich Anwohner der Mittleren Beutau, deren Häuser bei dem Unwetter am 26. Juni überschwemmt wurden. Sie machen vor allem die Sanierung des Geiselbachs für die braune Brühe verantwortlich. Eine Infoveranstaltung der Stadt hat daran nichts geändert.

Esslingen - E s war ja zu befürchten“, hat eine Hauseigentümerin das Ergebnis der Informationsrunde kommentiert, zu der die Stadt die hochwassergebeutelten Bewohner und Hausbesitzer in der Mittleren Beutau eingeladen hatte – Corona-bedingt unter das Dach der Unterführung am Kleinen Markt. Ulrike Wortha war weniger resigniert als verärgert. „Das kann nicht sein. Das ist mir zu wenig.“ So kommentierte sie die Tatsache, dass die Stadt den Anliegern nur mehrere Müllcontainer in Aussicht stellte, in denen die Betroffenen von Montag an ihr triefendes Kellerinventar, die durchnässten Baumaterialien und den Schlamm samt Fäkalien loswerden können. Aber sie ansonsten auf ihre Pflichten verwies, ihre Häuser selber wasserdicht zu machen. Und ihnen keinerlei Hoffnungen machen konnte, dass sie bei der nächsten „urbanen Sturzflut“ – wie solche Starkregenereignisse im städtischen Raum in der Fach- und Versicherungsterminologie mittlerweile heißen – nicht wieder im Regen stehen. Dabei dauern Sanierung und Neubau des Geiselbachkanals – aus Sicht der Anwohner Grund des Übels – noch ein gutes Jahr.

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