Ab Montag kommt hier keiner mehr durch – außer Radler. Die müssen aber schieben. Foto: Roberto Bulgrin

Mit dem Bus durchs Grün nach Obertürkheim – oder über die neue Busspur hinunter an den Esslinger Bahnhof: Weil ab Montag auf der Geiselbachstraße in beiden Richtungen nichts mehr geht, hat die Stadt zu ungewöhnlichen Maßnahmen gegriffen.

Esslingen - Jetzt wird es ernst: Ab Montagmorgen, 30. März, ist die Geiselbachstraße in Esslingen voll gesperrt. Die Stadt möchte mit Umleitungen und einer Stärkung des Busverkehrs die Mobilität garantieren. Hier noch einmal zur Gedächtnisstütze die Maßnahmen im einzelnen.

Mehr Busse: Die Buslinie 109 fährt im 15-Minuten-Takt bis zur S-Bahnhaltestelle Obertürkheim, zwei zusätzliche Haltestellen werden in Uhlbach eingerichtet. Am anderen Streckenende wird die Linie 109 eine Schleife drehen und am oberen Baustellenende die Haltestelle Sulzgrieser Steige bedienen. Von dort sind es zu Fuß knapp 600 Meter bis zur Innenstadt. An der Haltestelle Krummenacker wird der Umstieg auf die Linie 111 ermöglicht, die tagsüber bis 20 Uhr im Zehn-Minuten-Takt über St. Bernhardt und den Altstadtring bis zum ZOB Esslingen fährt.

Bus- und Radspur: Von der Haltestelle Eugen-Bolz-Straße bis zum Neckar Forum wurde eine Busspur – auch für Radfahrer – eingerichtet. Die Bushaltestelle Katharinenstaffel wurde ausgebaut. Dort können nun mehr Busse gleichzeitig halten und schneller wieder in den Verkehr einfädeln.

Umleitungen: Die Hauptumleitungsstrecke über die Barbarossa-, die Roten­acker- und die Mülbergerstraße wurde für den Mehrverkehr gerüstet, der Kreisverkehr Rotenacker- und Kirchackerstraße saniert und die Ampelschaltungen verbessert.

Hirschlandkopf: Am Hirschlandkopf werden die Linksabbieger von der Hirschland- in die Wielandstraße und von der Rotenacker- in die Kennenburger Straße herausgenommen. Der Abbiegerverkehr wird ersatzweise über den Goerdelerweg oder die Urbanstraße geführt.

Neckar Forum: Durch einen Freiläufer wird der Verkehrsfluss von der Mülbergerstraße in die Ebershaldenstraße nicht mehr durch den Abbiegerverkehr gestört, sondern kann auf der rechten Spur frei durchlaufen. Hierfür werden die Linksabbieger aus der Grabbrunnenstraße auf die linke Fahrspur der Ebershaldenstraße geleitet.

Poller: Ein Poller wird den Schleichweg über das Grün zwischen Rüdern und Uhlbach verhindern. Berechtigte können einen Sender zum Versenken unter www.baustellen.esslingen.de/poller beantragen.

Radler: Nach Ansicht des ADFC Ortsverbands Esslingen ist nun eine besondere Zeit für Radfahrer gekommen. Sie kommen nämlich durch den Baustellenbereich durch. Sie müssen dort nach Angaben der Stadt Esslingen aber aus dem Sattel steigen und schieben. Zudem können sie die neue Busspur nutzen.

Alternative Radtouren: Die Vollsperrung der Geiselbachstraße lädt nach Ansicht des ADFC zur Nutzung alternative Radrouten ein. „Es gibt da ein paar wunderschöne Strecken durch die Weinberge“, erklärt Joachim Schleicher. So können Pedalfreunde von Rüdern, Sulzgries, Krummenacker und der Neckarhalde (RSKN) aus über Mettingen und Obertürkheim radeln. Der ADFC hat einen Flyer ausgearbeitet, auf dem die wichtigsten Routen für Zweiradfans eingetragen sind – außerdem gibt es Tipps für sicheres Radfahren. Die meisten Prospekte sind zwar vergriffen, doch sie können auf der Homepage unter esslingenaufsrad.wordpress.com oder unter facebook.com/EsslingenaufsRad nachgelesen werden. Die auf dem Flyer aufgeführten Veranstaltungen werden allerdings corona-bedingt bis Anfang Mai gecancelt. Eine Aktion läuft aber weiter: Der ADFC hat eine Petition zur Verlängerung der Busspur bis zur Maille laufen.

Mehr unter www.baustellen.esslingen.de/geiselbachkanal

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