Auch in schwierigen Zeiten führt für die Stadt Esslingen an wichtigen Infrastrukturprojekten wie dem Neubau der Schleyer-Brücke kein Weg vorbei. Foto: Roberto Bulgrin

Corona hat die Stadt Esslingen finanziell schwer gebeutelt. Weil sich allein die kalkulierten Gewerbesteuereinnahmen glatt halbiert haben, musste der Gemeinderat nun einen Nachtragshaushalt beschließen. Mehrheitlich wurde beschlossen, dass die Kommune nicht „gegen die Krise ansparen“ wird.

Esslingen - Corona bedeutet für eine Stadt wie Esslingen große finanzielle Herausforderungen: Extra-Kosten müssen geschultert werden, Einnahmen sind dramatisch eingebrochen. Wo die Stadt für 2020 zunächst mit 76 Millionen Euro an Gewerbesteuern kalkuliert hatte, wird es wohl nur noch die Hälfte sein. Etwa fünf Millionen Euro braucht das Klinikum zusätzlich. Und dass der Neubau der Hanns-Martin-Schleyer-Brücke um fünf Millionen Euro teurer wird, macht die Finanzplanung nicht einfacher. Immerhin scheinen die kalkulierten Landeszuschüsse einzutreffen. Trotzdem fehlen der Stadt nun statt erwarteter 5,2 Millionen Euro wegen Corona rund 34 Millionen Euro, die Verwaltung braucht Kreditermächtigungen über 37 Millionen Euro. So musste die Finanzplanung überarbeitet werden. „Dieser Nachtragshaushalt konzentriert sich auf die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise“, hat Finanzbürgermeister Ingo Rust betont. „Eingriffe in einzelne Teilhaushalte hat die Verwaltung bewusst nicht vorgenommen.“ Grüne, SPD, CDU und FDP trugen diesen Kurs in der Debatte zum Nachtragshaushalt mit, die Freien Wähler enthielten sich, Linke und FÜR stimmten gegen den Nachtrag.

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