Glockenspieler Eckart Hirschmann, Kulturamtschefin Alexa Heyder, Organisatorin Dominique Caina und OB Jürgen Zieger (von links) freuen sich mit der künstlerischen Leiterin Ekaterina Porizko (vorn) auf ein besonderes Festival. Foto: Roberto Bulgrin

Das historische Glockenspiel des Alten Rathauses in Esslingen beschert vielen Menschen Freude. Sechs Carillonneure aus Belgien und Deutschland wollen den Zauber des Glockenklangs erlebbar machen, wenn am 12. und 13. September das dritte Glockenspiel-Festival „Turm und Klang“ steigt.

Esslingen - Wer durch die Esslinger Altstadt geht und zur rechten Zeit am Alten Rathaus vorbeikommt, darf sich auf ein besonderes musikalisches Erlebnis freuen: Fünfmal am Tag erklingt dort ein historisches Glockenspiel, wie man es heutzutage nur noch selten erleben kann. Mehr als 500 eigens arrangierte Kompositionen, die Eckart Hirschmann und sein Vorgänger Paul Schwob besorgt haben, lassen sich über Lochbänder oder einen Glockenspielcomputer einspielen. Doch am reizvollsten ist das Klangerlebnis immer dann, wenn Eckart Hirschmann, der von der Stadt zum „Sachwalter“ des Glockenspiels berufen wurde, selbst am Spieltisch Platz nimmt und eigene Werke präsentiert. Hirschmann zählt zu den herausragenden Carillonneuren, wie man die konzertanten Glockenspieler nennt. Und er ist nicht alleine, wenn die Stadt Esslingen am 12. und 13. September zum dritten internationalen Glockenspiel-Festival einlädt. Die künstlerische Leiterin des Festivals, Ekaterina Porizko, hat zusammen mit dem städtischen Kulturamt erneut einige der besten Carillonneure nach Esslingen eingeladen. Gemeinsam wollen sie die ganze Vielfalt dieses außergewöhnlichen Instruments präsentieren, das hierzulande nur noch selten live gespielt wird.