Blick in die Schaltzentrale: Von hier werden bei der Esslinger eSports-EM die Bilder für den Livestream gesteuert. Foto: Tina Türk

Die Gruppenphase der Esslinger eSports-EM, die die Eßlinger Zeitung und die Stadtwerke Esslingen gemeinsam ausrichten, ist in vollem Gange. Noch bis Sonntag kämpfen 24 Teams bei dem „FIFA-21“-Turnier auf der Playstation 4 um den Titel. Alle Spiele werden im Livestream übertragen.

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Esslingen - „Einfach weiterkommen!“ Dominik Pedro und Sven Marques hatten ihr Ziel für die Gruppenspiele bei der Esslinger eSports-EM zunächst eher zurückhaltend formuliert. Drei Spiele später gehören „Los Fenomenos“, wie sich das Duo aus Calw bei dem großen von der Eßlinger Zeitung und den Stadtwerken Esslingen veranstalteten „FIFA-21“-Turnier auf der Videospiele-Konsole Playstation 4 nennt, zum engen Favoritenkreis auf den Titel. Denn es war ein wahres Fußball-Feuerwerk, das das Zweier-Team in Gruppe A auf dem virtuellen Rasen mit Wales abbrannte.

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Einem 12:1 gegen das Team „TOORKI“ mit der Türkei, ließen die beiden erfahrenen „FIFA“-Spieler ein 3:0 gegen „Die Macher aus Balde“ mit der Nationalmannschaft Italiens und ein 4:1 gegen das Duo „JuMa“, das die „Nati“, also die Nationalelf der Schweiz steuert, folgen. „Die Jungs haben sich das Ganze klar verdient“, stellte auch E-Sport-Experte Khaled Naim fest, der zusammen mit Co-Moderator Mehmet Keser als die Stimme des Turniers fungiert und das Geschehen auf und neben den Bildschirmen kommentiert.

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15 Stunden Training pro Woche

Dass eine Leistung wie die von „Los Fenomenos“ nicht von ungefähr kommt, wurde deutlich, als Naim die Spieler im Interview nach ihrem wöchentlichen Trainingsaufwand befragte. „Es gibt Wochen, da spielen wir jeden Abend nach der Arbeit zusammen, grundsätzlich aber immer am Wochenende bei der sogenannten Weekend League, einem speziellen Online-Modus bei „FIFA“. Die 30 Spiele nehmen wir immer mit“, sagte Sven Marques. Zehn bis 15 Stunden Spielzeit pro Woche kämen auf die Weise regelmäßig zusammen, erklärte Dominik Pedro.

Als Gruppenzweiter in Gruppe A setzte sich nach ebenfalls sehenswerten Auftritten das Team „JuMa“ mit der Schweiz vor „Die Macher aus Balde“ Italien durch. Für Letztere besteht dank eines deutlichen 7:0-Erfolgs zum Turnierauftakt gegen das Team „TOORKI“ allerdings noch die Hoffnung, als einer der vier besten Gruppendritten die Qualifikation für das Achtelfinale zu schaffen.

So lief der erste Tag der eSports-EM

„Richtig geile Erfahrung“ für das jüngste Team

Für „TOORKI“ lief das Turnier mit drei Niederlagen und 2:26 Toren zwar aus sportlicher Sicht nicht wie gewünscht, doch für die mit 12 und 13 Jahren jüngsten Teilnehmer der eSports-EM, Orkun Yildirim und Daniel Munderich aus Nellingen, war es dennoch „eine tolle, richtig geile Erfahrung“, wie sie später unter dem Turnier-Livestream auf Youtube kommentierten. Auch an den weiteren Turniertagen können alle Interessierten dort bis zum Finaltag am Sonntag täglich alle Spiele des Turniers live verfolgen.

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Am Sonntag fehlen werden die beiden Teams der Turnierausrichter. Während die Eßlinger Zeitung in Gruppe B alle drei Spiele verlor und sich dabei unter anderem auch dem Team der SWE geschlagen geben musste, hat dieses nach einer 0:10-Niederlage im ersten Spiel des Turniers gegen den Gruppensieger „Hidden Leaf“ mit Dänemark wegen des schlechten Torverhältnisses nur noch theoretische Chancen auf einen Platz unter den besten Gruppendritten. Zweiter in Gruppe B wurde das Team „KetzEma“.

Positives Zeichen in Corona-Zeiten

Steffen Koch, Projektleiter der eSports-EM bei der EZ, freute sich über den gelungen Turnierauftakt. „Das Thema wurde super aufgenommen – wir haben von den Spielern in der Halle sehr viel positives Feedback bekommen. Es ist toll, in Zeiten von Corona mit so einer Hybridveranstaltung ein positives Zeichen setzen zu können,“ sagte er. Während die Spieler unter Einhaltung eines umfangreichen Hygienekonzepts, das unter anderem eine Corona-Testpflicht und eigene Spielerboxen für jede Mannschaft umfasst, zusammen in einer Halle spielen, werden die Fans über Livestreams auf Youtube und Twitch in das Turnier eingebunden. „Die Möglichkeit, sich dort mit den anderen Zuschauern im Chat zu den Spielen auszutauschen wurde sehr rege genutzt“, sagte Koch. So kämen die Menschen zusammen, obwohl sie räumlich getrennt sind.

Die Begegnungen der Gruppen C und D werden am Freitag ab 17 Uhr ausgetragen. Am Samstag stehen die Gruppen E und F auf dem Programm, am Sonntag die Finalspiele ab dem Achtelfinale.

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