Oberbürgermeister Jürgen Zieger warnt vor der Verschmelzung von Wahlkreisen. Foto: Roberto Bulgrin

Die Hochschule Aachen empfiehlt in einer Studie eine bundesweite Reduzierung auf 250 Wahlkreise. Droht eine Zusammenlegung der Wahlkreise Esslingen und Stuttgart? Das sähe aus wie ein Zuschlag der Neckarvororte zu den Stuttgarter Stadtteilen, meint der Esslinger Oberbürgermeister Jürgen Zieger.

Esslingen - Esslingens Oberbürgermeister Jürgen Zieger hat sich gegen eine mögliche Zusammenlegung der Wahlkreise Esslingen und Stuttgart ausgesprochen. Wahlkreise definierten sich über die historische Entwicklung, argumentierte Zieger. Eine Zusammenlegung des Wahlkreises Esslingen mit den Stuttgarter Wahlkreisen würde „zu viel Verdruss und Irritationen bei der Wählerschaft führen“, warnte Zieger. Hintergrund: Die Hochschule Aachen empfiehlt in einer Studie eine bundesweite Reduzierung auf 250 Wahlkreise.

Auch wenn eine Wahlkreisreform grundsätzlich erforderlich sei, führe es bei der Wählerschaft des Bundestags-Wahlkreises Esslingen zu Politikverdrossenheit, wenn sie sich nach der Auflösung und Aufspaltung des Wahlkreises Esslingen als Zuschlag der Neckarvororte zu den Stuttgarter Stadtteilen fühlen müsste, so Zieger.

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