Vom Bahnhof zogen die Demonstrierenden über die Ringstraße zur Maille. Foto: Roberto Bulgrin

Verschiedene Organisationen riefen am Freitagabend zum Klimastreik auf. Gemeinsam forderten sie die Politik zu einem nachhaltigen Wandel in der Klimapolitik auf.

Die Sorge um das Klima hat am Freitagabend zahlreiche Menschen in Esslingen mobilisiert. Vom Bahnhof zogen sie über die Ringstraße zur Maille, wo verschiedene Redner eindringlich die globale Bedrohung durch den Klimawandel betonten und einen nachhaltigen Kurswechsel in der Politik forderten.

Für Manuel Uez, der diesen Klimastreik gemeinsam mit der Esslinger Ortsgruppe von Fridays for Future und den Parents for Future Esslingen und mit Unterstützung vieler Organisationen und Unternehmen organisiert hatte, ist klar: „So kann es nicht weitergehen. Unsere Zukunft ist nicht verhandelbar.“ Diese Einschätzung teilen offenbar viele: Die Beteiligung fiel deutlich höher aus als erwartet.

Viele junge Menschen gehen voran

Manuel Uez schätzte vorsichtig 250 Teilnehmer – andere gingen sogar von deutlich mehr Zuspruch aus. „Wir spüren, dass der Klimaschutz viele Menschen sehr bewegt“, resümierte Manuel Uez. „Dass viele unser Anliegen unterstützen, ist ermutigend.“ Den Klimastreik verstanden viele auch als Appell an die derzeit stattfindende UN-Klimakonferenz in Belém, den wohlfeilen Worten endlich spürbare Taten folgen zu lassen. „Wir brauchen einen radikalen Kurswechsel in der Politik“, forderte Sara Mendritzki.

„Die Welt steht an gefährlichen Kipp-Punkten“

„Wohlstand darf nie auf Kosten der Menschen gehen.“ Der Mediziner Jörg Schmid sieht die Welt „kurz vor gefährlichen Kipp-Punkten“ und erinnerte auch an die fatalen Folgen von Kriegen für den Klimawandel. Und sein Mediziner-Kollege Jürgen Knieling forderte eindringlich eine „moralische Revolution“. Dass sich so viele und vor allem junge Menschen am Klimastreik beteiligten, macht nicht nur ihm Hoffnung.