Auch wenn dieser Präriehund aus dem Esslinger Tierpark Nymphaea nicht gerade begeistert drein schaut: Es scheint zu schmecken. Foto: ff

Jetzt heißt es Christbaum ade, aber was wurde eigentlich aus den Bäumen im Kreis Esslingen, die nie verkauft wurden? Ein Teil davon wird derzeit im Tierpark Nymphaea gemampft.

In dieser Woche werden die Christbäume in Kreis Esslingen abgeholt. Aber was ist eigentlich mit den Bäumen passiert, die es aus dem Handel nie in ein Wohnzimmer geschafft haben?

Ein Blick in die Gehege im Esslinger Tierpark Nymphaea gibt Antwort auf diese Frage: Dort knuspert beispielsweise gerade ein Präriehund ein paar Tannennadeln. Auch wenn das Tier eher schlecht gelaunt schaut, scheint es zu schmecken. Auch in den meisten anderen Gehegen liegen Bäume. „Es ist eine schöne Regelmäßigkeit, dass uns Dehner aus Plochingen die nicht verkauften Bäume spendet“, erklärt Christoph Kässer, der für die Öffentlichkeitsarbeit des Tierparks verantwortlich ist. „Manche Tiere nutzen die Bäume nur als Strukturelement und Versteck, für manche ist es auch Nahrung wie für Ziegen und eben Präriehunde“, erklärt er weiter.

Nymphaea nimmt keine ausgedienten Christbäume an

Allerdings solle man davon absehen, die jetzt abgeschmückten Bäume an den Tierpark zu spenden. „Die sind fast nie komplett abgeschmückt, irgendwo hängt immer noch was. Außerdem geben viele etwas Glycerin dem Wasser für den Baum zu, weshalb sie als Futter nicht mehr geeignet sind“, sagt Kässer. Wer etwas spenden möchte, könne dem größtenteils ehrenamtlich geführten Kleinzoo gerne Geldspenden für den Neubau des Aufzuchthauses zukommen lassen. Es sei das „ehrgeizigste Bauprojekt“ in der Historie des Nymphaeas. Eine Liste, was an Sachspenden benötigt wird, findet sich auf der Internetseite: www.tierpark-nymphaea.de.

Ein Präriehund aus dem Nymphaea hilft fleißig bei der biologisch sauberen Entsorgung von nicht verkauften Christbäumen. Foto: ff

„Wer keine Angst vor Arbeit hat“, könne auch gerne Helfer werden, sagt Kässer. Nicht nur bei der Tierpflege werden Ehrenamtlich benötigt: „Wir haben auch immer Bauprojekte bei der handwerklich geschickte Menschen auf ihre Kosten kommen.“ Die abgenagten Bäume kämen übrigens im Anschluss auf die eigene Grünschnittsammelstelle, wo sie als Totholzhaufen zum Lebensraum für heimische Vögel, Kleinsäuger Amphibien und Reptilien werden.