Die Polizei fand bei einer Großrazzia mehrere Waffen sowie Munition (Symbolbild). Foto: dpa/Patrick Seeger

Bei einer Großkontrolle hat die Polizei unter anderem im Kreis Esslingen mehrere verbotene Waffen und Munition beschlagnahmt. Die Tatverdächtigen sollen mit den Waffen Kriegsszenarien nachgestellt haben.

Esslingen - Bei einer Großkontrolle hat die Polizei unter anderem im Kreis Esslingen mehrere Waffen, Munition, Uniformteile, Fahrzeuge, Computer und verfassungsfeindliche Symbole beschlagnahmt. Rund 400 Polizisten hatten in mehreren Bundesländern 17 Wohnungen und ein Waldstück nach Beweismitteln durchsucht. Die durchsuchten Objekte befinden sich in München, den Landkreisen Augsburg, Biberach, Esslingen, Günzburg, Kempten, Sigmaringen, Tübingen und Ostallgäu sowie dem Ostalb- und Rems-Murr-Kreis.

Wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Polizeipräsidium Ulm mitteilten, hatten die Beamten einen Hinweis bekommen, dass sich bewaffnete Personen in Wehrmachtsuniformen in einem Gebäude im Landkreis Biberach getroffen haben sollen. Demnach sollen sich die 19 Tatverdächtigen, bei denen es sich um Männer und Frauen zwischen 27 und 77 Jahren handelt, mit Wehrmachtsuniformen und mit Waffen ausgestattet in einem Waldstück getroffen haben und unter anderem Kriegsszenarien nachgestellt haben.

Die Tatverdächtigen sollen keine Genehmigungen für diese Treffen und für die Waffen gehabt haben. Sie werden verdächtigt, gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen zu haben. Außerdem sollen die Männer und Frauen Kleidung getragen haben, auf denen verfassungsfeindliche Symbole angebracht sind. Im Kreis Esslingen fanden die Ermittler so viele Waffen, dass sie für den Transport einen Lkw brauchten.

Experten sollen nun klären, ob die gefundenen Waffen echt sind. Die Tatverdächtigen kamen vorerst wieder auf freien Fuß.

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