Bald wird die Glühwein-Pyramide auf dem Esslinger Marktplatz wieder in voller Größe dastehen. Foto: Roberto Bulgrin

Der Aufbau auf dem Esslinger Mittelalter- und Weihnachtsmarkt ist voll im Gang. Wegen der Logistik wird jedes Jahr die Glühwein-Pyramide zuerst angeliefert.

Der Aufbau des Mittelalter- und Weihnachtsmarkts in der Esslinger Innenstadt kommt gut voran. Als erste Attraktion ist die Glühwein-Pyramide eingetroffen, die bis zu diesem Dienstag in ihrer vollen Höhe über elf Meter aufgebaut wird.

Acht Mann sind notwendig, um diesen Hingucker, der jedes Jahr exklusiv nur in Esslingen zu sehen ist, auf dem Marktplatz an Ort und Stelle zu bringen. Große Transporter haben die Pyramidenteile aus einer Lagerhalle in Stuttgart bis nach Esslingen gebracht. „Das ist schon eine eingespielte Arbeit“, berichtet der Schausteller Joachim Kritz, der zusammen mit Sohn Julius und seinem Team die Arbeiten leitet.

Ein Spezialkran hievt die Teile der Pyramide auf dem Esslinger Marktplatz an ihren Platz

Für den Aufbau ist in Esslingen ein Spezialkran im Einsatz. Den bedient der Schausteller Roland Maier. Maier und Kritz sind seit Jahren nicht nur Kollegen, sondern auch Partner, denn sie verantworten gemeinsam auch die Weihnachtsinsel am Postmichelbrunnen, die an diesem Dienstag aufgebaut wird.

Unterm Jahr warten diese Figuren der Pyramide in einer Stuttgarter Lagerhalle auf ihren Einsatz in Esslingen. Foto: Roberto Bulgrin

Auf dem Marktplatz ist die Glühweinpyramide auch in diesem Jahr wieder die erste Attraktion, die installiert wird, da man für dieses Wahrzeichen eben mit schwerem Gerät anfahren muss und entsprechend viel Platz beansprucht, wie Joachim Kritz erklärt.

In den ersten Stunden ist zunächst die Basis der Pyramide auf der asphaltierten Fläche aufgebaut worden. Dabei handelt es sich um keine ganz einfache Angelegenheit, denn dieses quadratische Holzgebäude muss ganz eben stehen, wenn danach die Pyramidenteile aufgesetzt werden, die später besagte elf Meter in die Höhe ragen werden.

Die Weihnachtskrippe mit dem Jesuskind ist eine exklusive Attraktion

Auf rund 500 Kilogramm Gewicht bringt es allein die erste Etage der Pyramide, die die Krippenfiguren Maria und Josef mit dem Jesuskind sowie die Hirten zeigen. Die Pyramide ist aus massiven Holzteilen gefertigt. Bis diese Etage an Ort und Stelle ist, muss genau justiert und platziert werden. Da braucht es Geduld, Augenmaß und auch Fingerspitzengefühl, denn alles greift hier ineinander.

Auch der Chef legt immer wieder Hand an, damit die Bodenflächen vor der Pyramide und dem Ausschankgebäude, wo bald Glühwein, Punsch und andere Getränke über die Theke gehen werden, sicher verankert sind. Joachim Kritz, der sich als Teilzeitrentner bezeichnet, war lange Jahre auch als Schausteller mit Fahrgeschäften auf dem Cannstatter Wasen vertreten, berichtet er.