Annette Grauer-Pratz zeigt einer Kundin einen Schal - Tücher sind in diesem Jahr großes Thema in ihrem Modegeschäft. Fotos: Scherer Quelle: Unbekannt

Von Barbara Scherer

Zum dritten Mal haben Aussteller aus dem großen Themenbereich Lifestyle im Autohaus Jesinger in der Fritz-Müller-Straße 151 in Zell ihre Stände aufgeschlagen. Die Messe „Leben. Lifestyle. Genuss.“ der Eßlinger Zeitung wendet sich zwar immer vornehmlich an Frauen, aber unter den Besuchern am Sonntagnachmittag waren auch etliche Männer. Das lag sicher nicht nur an den PS-starken Automobilen im Showroom, sondern auch an der angenehmen Lounge-Atmosphäre im Messeraum.

Mode, Schmuck, Kosmetik, Fitness, Kunst, Design, Einrichten und Ähnliches waren die Themen der 25 Aussteller, dazu gab es süße Leckereien, Kaffeespezialitäten, Sekt, Wein und Säfte. Außerdem hat das Autohaus zwei Electric Smarts vorgefahren, mit denen man probefahren konnte - egal ob Mann oder Frau. Und viel Raum zum Schlendern, zum Schauen und für Gespräche war auch da. Das wurde ausgiebig genutzt. Frank Schnierle und seine Mutter Elli Schnierle, die das Autohaus betreiben, waren mit dem Besuch wieder sehr zufrieden.

Die Anbieter kamen fast alle aus Esslingen, viele aus der Innenstadt. Und die Küferstraße in der östlichen Altstadt war gleich mit vier Mitmachern vertreten. Nebeneinander aufgebaut wollten sie damit auch die Aufmerksamkeit der Besucher auf die Straße als gute Adresse für einen Einkauf lenken. „Eigentlich haben alle Aussteller hier das gleiche Publikum“, stellte Ulrike Ehrmann aus dem Buchladen Provinzbuch fest. „Es sind Kunden mit Anspruch, die ein Angebot mit Anspruch suchen“, sagte Ehrmann. Sie selbst sei „überhaupt kein Messetyp“. Seit vergangenem Jahren ist sie dabei und fühlt sich genau am richtigen Platz. Auch ihrer Standnachbarin Cornelia Burkhardt vom gleichnamigen Juwelierfachgeschäft gefiel das gute Niveau der Präsentation. Burkhardt freute sich über die „vielen guten Gespräche“ und war sicher, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Das Modestudio Pratz, ebenfalls seit zwei Jahren Aussteller, kommt wegen dem „niveauvollen Publikum“, wie Annette Grauer-Pratz erklärte, während sie einer Standkundin ein hübsches Tuch zurechtlegte. Für Pratz war die Veranstaltung zugleich auch Werbung für den inhabergeführten Einzelhandel in Esslingen. „Jeder der Aussteller ist mit wertigen, schönen Dingen vor Ort.“ Und Messebesucherin Katrin Weil fasste ihre Eindrücke so zusammen: „Fast an jedem Stand könnte ich etwas kaufen“, sagte sie. „Das sind genau die Dinge, die mich ansprechen.“

Mancher Aussteller nutzte die Gelegenheit, sich einem neuen Publikum vorzustellen. So wie die „Schwertmühle“, die als Anlieger der Fritz-Müller-Straße einen kurzen Weg hatte. „Viele Leute kennen uns noch nicht“, sagte Isabel von Terzi, die mit ihrem Bruder Marco Langbein den Stand betreute. „So wissen viele zum Beispiel nicht, dass wir auch einen Mühlenladen am Standort betreiben.“ Das Interesse an den Mehlmischungen, Schroten und Grießen war groß.

Mit Konstantin Designgut hatte sich ein noch junges Unternehmen für einen Stand angemeldet. „Wir sind aus St. Bernhardt, dem Palm‘schen Garten“, erklärte Geschäftsführerin Sevil Özlük. „Es gibt uns seit drei Jahren, manch einer kennt uns schon, aber wir müssen uns bekannter machen.“ Ihre handgefertigten Designteile wie Lampen und hochwertige Textilien waren begehrt, wie sie sagte. „Und wir haben neue, gute Kontakte geknüpft.“

Etliche Stände luden zu Aktionen ein: Einrichter Deco & more half beim Gestalten der Wohnung anhand eines mitgebrachten Fotos der Lokalität. Bei Kunst und Wert konnte man bei der Entstehung eines Schmuckarmbands zuschauen. Vieles gab es zum Anfassen, Probieren und Testen: die wärmenden Kirschkernkissen bei warmies4you oder die bequemen und modischen Flipflops Glabbals bei Fiala Gesundheitscenter.

„Diese Veranstaltung besticht durch ihre ausgewählte Angebotsmischung und die qualitätvollen Gespräche“, zog Gastgeberin Elli Schnierle Bilanz. Sie lobte das hohe Niveau der Aussteller und freute sich darüber, dass auch kleinere Firmen, die normalerweise keine Messe besuchten, vor Ort seien. „Diese Messe hat eine nachhaltige Wirkung“, war sie sicher.

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