Quelle: Unbekannt

Typisch deutsche Grillpartys hat man Mitte des Sommers meist genug gefeiert – wie wäre es da mit Inspiration vom anderen Ende der Welt? Mit diesen Anregungen wird Grillen zur Weltreise!

Typisch deutsche Grillpartys hat man Mitte des Sommers meist genug gefeiert – wie wäre es da mit etwas Inspiration vom anderen Ende der Welt? Mit diesen Anregungen wird Grillen zu einer Weltreise!

Hauptsache Rauch in Südamerika

Perfekte Party-Stimmung, tropische Temperaturen und Lust auf etwas mehr als bloß gegrilltes Schweinefleisch? Auf einen Ausflug zu den Ursprüngen des Grill-Genusses zum Beispiel: Den argentinischen Gauchos hätte man das Grillen erst zu verdanken, so sagen sie, und noch immer sind Grillveranstaltungen in ganz Südamerika ein gesellschaftliches Groß-Event.

Im argentinischen La Pampa verzehrten im Jahr 2011 beispielsweise 20.000 Gäste fast 14.000 Kilogramm Rindfleisch – laut Guinnessbuch ein Rekord. Aber nicht nur Rindfleisch wird in Argentinien gegrillt: auch Lamm- und Ziegenfleisch wandert auf das offene Feuer. Gut rauchen soll es und natürlich darf etwas Chili nicht fehlen. Auch die Brasilianer mögen es rauchig und bereiten mit Vorliebe Spieße aus Rind, Schwein und Lamm zu, deren Fett ins zischende Feuer tropft.

Fruchtig und frisch in Mittelamerika

Wenn fruchtig frische Grillspezialitäten über dem Feuer rauchen und man bei landestypischen Getränken perfekt dazu passende Zigarren raucht, kommt auf Grillveranstaltungen Karibik-Flair auf. Marinaden aus Ananas und Mango sind in Mittelamerika ebenso gut gehütete Grill-Geheimnisse wie solche aus großzügig eingesetzten Kräutern.

Gegrillt wird in Guatemala, Honduras, Costa Rica und auf Kuba alles, was Wasser und Land zu bieten haben. Ob es Meeresfrüchte auf Spießen, goldgelbe Maiskörner oder gekochte Yuca-Knollen sind. Anders als die Argentinier geben mittelamerikanische Grillmeister bei ihren Veranstaltungen viel auf Obst sowie Gemüse – Beilagen werden großzügig ausgegeben und das Fleisch gerät manchmal gar in den Hintergrund.

Mehr als Spareribs in Nordamerika

Das typisch amerikanische Barbecue bei kalten US-Bieren hat wahrscheinlich so gut wie jeder irgendwann im Leben ausprobiert. Nordamerikanische Grill-Einflüsse können aber noch viel interessanter aussehen: Das größte Rib-Fest des Kontinents beispielsweise findet in Toronto statt und hat neben würzig marinierten, rauchgegarten Spareribs, Pulled Pork, Chicken Wings und einer Menge Ketchup auch echte Exoten zu bieten.

Chutneys sowie Soßen aus Buschbananen, Kiwis, Papayas oder Mangos begleiten australische Grillveranstaltungen. Von Krebsen bis Austern, Lamm bis Ziege, Buffalo-Würmern bis Heuschrecken wird auf den beliebten Gasgrills so gut wie alles zubereitet.

Süß-sauer mariniert in Asien

Obwohl Grillen in Asien zum Alltag gehört, ist es selten ein Groß-Event. Trotzdem kann die asiatische Grillkultur mit exotischem Touch begeistern: leichtes Essen in süß-saurer Marinade, das zu einer Menge Gemüse und Dips wie Sojasoße, Kokosmilch oder Curry gereicht wird. Auch Lemongras und Chili dürfen bei asiatischen Barbecues nicht fehlen.

Zubereitet werden die Spezialitäten in eigenen Garküchen. Speziell das Fleisch schneidet man in Asien relativ klein, wobei im Vergleich zum Gemüse deutlich weniger tierische Kost serviert wird.

Afrikanische Grillkultur seit 1,5 Millionen Jahren

In Südafrika garte man Anthropologen zufolge schon vor über einer Million Jahren Fleisch auf dem Feuer. Braai gilt als typische Grill-Variante des Kontinents: das Grillen auf Kameldornbaum-Holz. Neben Schwein wird Straußen- und sogar Antilopen-Fleisch serviert, wobei in der nordafrikanischen Sphäre Gewürze wie Kardamom und Kümmel die Hauptrolle spielen.

Im Vergleich zum Süden grillen Nordafrikaner weniger Fleisch und reichen dafür umso mehr Gemüse, um satt zu werden. Viele landestypische Grillrezepte ähneln der arabischen Küche, aber auch Berber-Einflüsse finden sich darin wieder.

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