Klopapier ist in Zeiten des Coronavirus ein gefragtes Gut. Foto: dpa/Martin Gerten

Geht das Klopapier aus, muss Ersatz her. Doch Küchenpapier, Zeitung und Co. dürfen nicht in der Toilette landen. Sonst könnte sie verstopfen - und die Klärwerke leiden auch.

Stuttgart - Leere Klopapier-Regale in den Läden haben offenbar auch Konsequenzen für die Kanalisation: Alternativ verwendete Feuchttücher, Küchenkrepp oder Zeitungspapier können das Abwassersystem verstopfen. Gefährdet seien auch die Pumpen der Kläranlagen, teilte das baden-württembergische Umweltministerium am Donnerstag in Stuttgart mit.

Auf Hamsterkäufe beim Klopapier soll verzichtet werden

Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) wies darauf hin, dass in den Kläranlagen derzeit nur mit einer Notfallbesetzung gearbeitet werde. Zusätzliche Einsätze zur Behebung von Störungen seien schwer zu schaffen. Das berge das Risiko, dass durch einen Rückstau von Abwässern ein riesiges Problem für die Anwohner entstehe.

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Über die Toilette dürfe nur das übliche Toilettenpapier, auch in seiner feuchten Form, entsorgt werden, betonte der Minister. Auch Windeln, Desinfektionstücher und andere Hygieneartikel gehörten nicht ins Klo. Diese Stoffe seien reißfest und lösten sich im Wasser nicht auf. Untersteller bat eindringlich darum, auf Hamsterkäufe beim Klopapier zu verzichten.

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