Trotz einer sofort eingeleiteten Fahndung löst sich eine Gruppe von etwa 20 jungen Männern in der Stadtmitte offenbar in Luft auf. Auch der Polizei-Helikopter hat keinen Erfolg.
Wie können sich fast zwei Dutzend junge Menschen mitten in der Stadt plötzlich in Luft auflösen? Warum gelang es trotz einer sofort eingeleiteten Fahndung weder einem der zahlreichen Streifenwagen noch dem in der Luft kreisenden Polizeihubschrauber, auch nur einen der mutmaßlichen Tatverdächtigen dingfest zu machen? Und um was ging es bei dem Streit am Waiblinger Bahnhof (Rems-Murr-Kreis) , bei dem offenbar mehrere Schüsse fielen?
Mit diesen Fragen müssen sich nach einem für Aufsehen sorgenden Vorfall die Beamten des Polizeipräsidiums in Aalen auseinandersetzen. Denn die Suche nach den mutmaßlichen Tatverdächtigen hat sich aus noch ungeklärten Gründen als fahndungstaktischer Fehlschlag erwiesen.
Aufmerksame Anwohner sprechen von Jugendlichen mit „arabischem Erscheinungsbild“
Weder den in die Waiblinger Innenstadt geeilten Polizeistreifen noch dem zur Unterstützung angeforderten Fahndungshelikopter gelang es, einen der zu Fuß in unterschiedliche Richtungen flüchtenden jungen Männer zu entdecken. Nach wie vor fehlt von den etwa 20 Jugendlichen mit laut Zeugen angeblich arabischem Erscheinungsbild, die sich am späten Montagabend am Waiblinger Bahnhof eine bewaffnete Auseinandersetzung geliefert hatten, jede Spur.
Unklar sind deshalb auch die Hintergründe des Vorfalls. Gegen 22.20 Uhr hatten Anwohner am Montagabend eine Auseinandersetzung mit mehreren Personen im Bahnhofsbereich gemeldet. „Nach derzeitigem Kenntnisstand wurden mehrere Schüsse aus Schreckschusspistolen abgegeben“, heißt es in einer ersten Einschätzung der Polizei-Pressestelle.
Auch der Polizeihubschrauber hatte bei der Suche keinen Erfolg
Die alarmierten Fahnder rückten mit mehreren Streifenwagen an den Einsatzort aus, konnten von den zu Fuß in unterschiedliche Richtungen flüchtenden jungen Männern aber niemand dingfest machen. Auch der zur Unterstützung angeforderte Polizeihubschrauber, bereits wenige Minuten nach den Schüssen in der Luft, hatte bei seiner Suche keinen Erfolg.
Bereits um 23.12 Uhr bat die Polizei die Bevölkerung, Hinweise auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge bei einer Notrufnummer des Polizeipräsidiums Aalen zu melden. Am Dienstagmorgen übernahm das Polizeirevier Waiblingen die Ermittlungen und bat Zeugen des Vorfalls, sich bei beobachteten Auffälligkeiten dringend unter der Telefonnummer 0 71 51 / 95 04 22 an die Fahnder zu wenden.