Findet ein Straßenhund wie dieser nicht bald ein neues Heim, wird er nach dem neuen Gesetz eingeschläfert. Foto: dpa/Christine-Felice Röhrs

Nach mehreren tödlichen Angriffen von Hunden versucht die geschwächte Erdogan-Regierung, durch ein neues Gesetz Bürgernähe zu zeigen. Betroffen sein könnten bis zu vier Millionen Tiere. Prominente, Tierschützer und sogar Parteigänger machen Front gegen den Plan.

Straßenhunde in der Türkei haben es bisher recht gut. Sie müssen laut Tierschutzgesetz von den Kommunen kastriert, geimpft und gefüttert werden. Aber jetzt will die Regierung sie einschläfern lassen. Mehrere Angriffe von Straßenhunden auf Menschen in jüngster Zeit haben die Regierung aufgeschreckt. Im südtürkischen Adana wurde eine 71-jährige Bäuerin auf ihrem Acker von Hunden angefallen und starb an ihren Verletzungen. In Mardin wurde ein siebenjähriger Junge von Hunden schwer verletzt. Allein seit 2022 seien rund hundert Menschen in der Türkei von Straßenhunden getötet worden, melden regierungsnahe Medien. Die Türken erwarteten eine Lösung des Problems, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan jetzt.

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