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Der Vorsitzende der Jungen Alternative Baden-Württemberg hat auf die Beobachtung der Organisation durch den Landesverfassungsschutz mit seinem Rücktritt reagiert.

Stuttgart (dpa/lsw)Der Vorsitzende der Jungen Alternative (JA) Baden-Württemberg, Moritz Brodbeck, hat als Reaktion auf die Beobachtung der Organisation durch den Landesverfassungsschutz seinen Rücktritt angekündigt. Er und vier weitere Vorstandsmitglieder des Landesverbandes würden am kommenden Montag ihre Ämter niederlegen und aus der JA austreten, sagte Brodbeck am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

Die Beobachtung sei die «bedauerliche, aber letztlich nur logische Konsequenz fortgesetzten Fehlverhaltens eines nennenswerten Teils der baden-württembergischen JA-Mitglieder», sagte er. Jene Mitglieder hätten sich nicht zwischen der JA und der vom Verfassungsschutz beobachteten Identitären Bewegung (IB) entscheiden können und so eine personelle Überschneidung beider Organisationen geschaffen.

Neben ihm würden auch der stellvertretende Vorsitzende Sven Uwe Epple, Schatzmeister Markus Maier sowie die Beisitzer Lukas Battenberg und Daniel Lindenschmid aus der Jugendorganisation austreten. Der AfD wollten sie aber verbunden bleiben. «Wir verschwinden nicht von der Bildfläche», sagte Brodbeck. Perspektivisch sei auch die Gründung einer neuen, AfD-nahen Jugendorganisation denkbar. Brodbeck wolle AfD-Mitglied bleiben.

Der Landesverfassungsschutz hatte zuvor mitgeteilt, dass er die JA seit November beobachtet. Für die Organisation lägen tatsächliche Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung vor, teilte die Behörde in Stuttgart am Freitag mit. Brodbeck sagte, er gehe davon aus, dass die Beobachtung der Südwest-JA auch in anderen Bundesländern Konsequenzen haben würde, ohne dabei konkreter zu werden.

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