Entwicklungsvorstand Markus Schäfer verlässt Mercedes zum 1. Dezember 2025 und übergibt den Posten an Jörg Burzer. Foto: Daimler AG

Er kennt Ägypten, Alabama und das digitale Neuland: Markus Schäfer blickt zum Abschied auf 35 intensive Mercedes-Jahre zurück. Von Vorruhestand will er nichts wissen.

Die nächste Station heißt Palo Alto. „Ich habe noch zu viel Energie, um in Rente zu gehen“, sagt Markus Schäfer (60), der Ende November nach 35 Jahren seinen Abschied bei Mercedes nimmt. Schäfer hat hautnah erlebt, wie die Digitalisierung die Autobranche revolutioniert hat. Unter seinen vielen Projekten sei die Entwicklung des Mercedes-eigenen Betriebssystems MB.OS das schwierigste gewesen, berichtet der scheidende Entwicklungsvorstand. Im kalifornischen Silicon Valley taucht er künftig ganz in die Softwarewelt ein: als Co-Gründer von Russell AI Labs, eines Start-ups für angewandte Künstliche Intelligenz. In den letzten Tagen vor dem Wechsel blickt Schäfer mit einigem Stolz zurück. Für ein Gespräch mit Journalisten hat er alte Fotos hervorgeholt. Eines zeigt den jungen Schlaks aus Bad Laasphe im südlichen Sauerland mit seinem frisierten Zündapp-Moped. Das Geld dafür hat er sich unter anderem als Wasseruhren-Ableser und als Doseneinräumer bei Aldi verdient. Er studiert Maschinenbau, schreibt die Diplomarbeit bei Porsche, wird Trainee beim Daimler.

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