Die Fliegerbombe in Stuttgart-Weilimdorf ist entschärft, die Einschränkungen sind aufgehoben. Die Polizei zieht ein Fazit zum Einsatz.
Entwarnung in Stuttgart-Weilimdorf: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat die etwa 240 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg am Sonntag erfolgreich entschärfen können. Das meldeten Stadt und Polizei gegen 13.15 Uhr. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst transportierte die entschärfte Fliegerbombe im Anschluss ab.
Die Einschränkungen in Weilimdorf wurden aufgehoben. Die Bewohner durften nach der Entschärfung wieder zurück in ihre Wohnungen und die gesperrten Straßen wurden wieder freigegeben.
„Die Evakuierung verlief reibungslos und sogar schneller als gedacht. Die Entschärfung dauerte vielleicht einen Tick länger als gehofft, aber wir sind insgesamt sehr zufrieden mit dem Verlauf des Einsatzes“, so das Fazit eines Polizeisprechers.
Sicherheitsbereich im Radius von 400 Metern
Als Vorbereitung für die Entschärfung hatte die Polizei um 9 Uhr damit begonnen, einen Sicherheitsbereich im Radius von 400 Metern um die Fundstelle einzurichten. Dafür mussten die Bewohner in dem Gebiet ihre Wohnungen verlassen. Etwa 3200 Menschen waren davon betroffen.
Die Polizei ging von Tür zu Tür und prüfte, ob noch Menschen in ihren Wohnungen waren. Betroffen waren die Mainzer Straße, die Oppenheimer Straße, die Niersteiner Straße und der Schützenhausweg am Rande des Stadtteils Wolfbusch zum Stötzlenwald hin. Um 11.30 Uhr war die Evakuierung abgeschlossen.
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst nahm daraufhin seine Arbeit auf und musste die Fliegerbombe auf dem Gelände des evangelischen Waldheims zunächst ausgraben, um mit der Entschärfung beginnen zu können. Kurzzeitig unterbrochen wurden die Arbeiten, nachdem Menschen im Sicherheitsbereich gesichtet worden waren.
Etwa 20 Menschen in Notunterkunft
Die Stadt stellte Bewohnern, die bis zur Entschärfung der Fliegerbombe nirgendwo anders unterkommen konnten, eine Notunterkunft in der Sporthalle der Wolfbuschschule zur Verfügung. Laut offiziellen Angaben nutzten 60 Menschen diese Möglichkeit.
Die Polizei musste auch die durch Weilimdorf führende Bundesstraße 295 vorübergehend sperren. Der Verkehr wurde örtlich umgeleitet. Nach der Entschärfung der Fliegerbombe gab die Polizei die gesperrten Straßen wieder frei.
Fliegerbombe bei Sondierung entdeckt
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden‐Württemberg im Regierungspräsidium Stuttgart hatte den Blindgänger bei einer Sondierung im Lindental entdeckt.
Die rund 3200 von der Evakuierung betroffenen Menschen waren vom Amt für öffentliche Ordnung im Vorfeld schriftlich auf die bevorstehenden Maßnahmen hingewiesen worden. Das Schreiben erhielten 1500 Haushalte. Die Stadt Stuttgart hatte am Montag öffentlich über die geplante Entschärfung und die Evakuierung informiert.