Mit nur drei gezielten Schlägen hat Bürgermeister Wilfried Wallbrecht das Fass angezapft und das Oberesslinger Wäsemlesfest Foto: Robert Korell - Robert Korell

zum 33. Mal haben die Oberesslinger ihr Wäsemlesfest gefeiert. Bei strahlendem Sonnenschein lud der Bürgerausschuss zum Fassanstich mit Bürgermeister Wilfried Wallbrecht und dem Musikverein Zell-Oberesslingen ein.

ES-OberesslingenPünktlich zum 33. Wäsemlesfest am ersten Samstag nach den Sommerferien waren die sommerlichen Temperaturen zurück. Bei strahlendem Sonnenschein lud der Bürgerausschuss Oberesslingen zum Fassanstich mit Bürgermeister Wilfried Wallbrecht und dem Musikverein Zell-Oberesslingen. Ein Thema bei der Eröffnung durch die Bürgerausschussvorsitzende und Festorganisatorin Heike Korlacher war der neue Radweg in der Schorndorferstraße, mit dem viele Anwohner nicht ganz zufrieden sind. Das Hauptaugenmerk lag jedoch auf dem bereitgestellten Bierfass. Nach einer kurzen Danksagung schritt der Bürgermeister zur Tat und erledigte seine Pflicht mit drei Schlägen: „Vor drei Jahren habe ich mich ein bisschen blamiert, weil eine Menge Bier auslief. Erst im Nachhinein habe ich erfahren, dass mir der falsche Hahn in die Hand gedrückt worden war.“ Umso besser, dass am Samstag alles glatt lief. Und auch in der Vorbereitung auf das Fest lief einiges glatter als früher. „Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, als drei Vereine das Fest gefühlt allein gestemmt haben“, sagt Mario Flietner, der erste Vorsitzende des RC Oberesslingen. Auch Barbara Hägele, die Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit des Bürgerausschusses, bestätigt, dass in der Vergangenheit öfters überlegt worden sei, das Fest vielleicht in einem zweijährigen Rhythmus fortzuführen. Stattdessen konnte man neue Gruppen dazugewinnen. „Es ist schön zu sehen, dass das Wäsemlesfest wiederbelebt wurde, und sich so viele Bürger dafür interessieren“, findet auch Wallbrecht.

Neu dabei sind in diesem Jahr drei Gruppen: Die Johanniter, die das Wohn-Café am Birkenhof betreiben, die katholische Kirchengemeinde Oberesslingen und das BAZ. „Wir wollen selbst unsere Integration in den Stadtteilen vorantreiben“, sagt Wolfgang Pukall, der Leiter des Wohn-Cafés. Der RC Oberesslingen ist dagegen ein echtes Urgestein beim Wäsemlesfest. „Neben den nicht alkoholischen Getränken und der Verpflegung mit Würstchen und Maultaschen haben wir vor einigen Jahren auch den Bierstand und die Sektbar übernommen“, sagt Mario Flietner. Drei Stände mit 17 Helfern pro Schicht bedeuten für den Verein einen enormen Aufwand: „Aber das Fest ist für uns auch eine wichtige Einnahmequelle“, sagt Flietner, der sich darüber hinaus freut, beim Oberesslinger Fest Bekannte wiederzusehen.

Das Zusammenkommen des gesamten Stadtteils steht im Mittelpunkt beim Familienfest im Wäsemle. Deshalb gibt es auch für die ganz Kleinen ein buntes Angebot mit Zuckerwatte, Dosenwerfen, Kinderschminken und Kinderflohmarkt. „Es ist, besonders auf dem Flohmarkt, schön, wie sich die Kulturen mischen und alle gemeinsam stöbern“, findet Barbara Hägele. Für abends habe man sich etwas Besonderes einfallen lassen: „Letztes Jahr hatten wir ein paar Probleme mit Jugendlichen, die eine private Gegenveranstaltung mit lauter Musik gestartet hatten, dieses Jahr haben wir sie einfach eingeladen, abends die Musik aufzulegen“, sagt Hägele. In der Vorbereitung des Festes hätten sich die Jugendlichen bereits toll eingebracht. So erlebte also beim Wäsemlesfest nicht nur das Wetter einen zweiten Frühling.

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