Im Stuttgarter Rathaus geht es am Montag bunt zu. OB Nopper empfängt die Narren aller Stuttgarter Fasnets- und Karnevalsgesellschaften – und dichtet über klamme Kassen.
Hexen, Faschingsprinzesinnen, Guggenmusiker oder Funkenmariechen – sie alle hatten am Montag (den man, je nach karnevalistischer Couleur, in Stuttgart Fasnets- oder Rosenmontag nennt) einen Termin im Rathaus. Pünktlich um 11.11 Uhr fielen die Präsidentin des Festkomitees, Anita Rösslein, und die Vertreterinnen und Vertreter aller Stuttgarter Fasnets- und Karnevalsgesellschaften bei Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) ein.
Die Stimmung am Panoramafenster im mit Luftschlangen und Girlanden auf Fasching getrimmten vierten Stock war fröhlich-ausgelassen, auch wenn es in zwei Karnevalsgesellschaften zuletzt Unstimmigkeiten gegeben hatte. Die größte Herausforderung für den Rathauschef – die verschiedenen Narrenrufe zu sortieren: Von A-ha und O-ho über Tschä-Hoi bis Klipp-Klapp.
In seiner Mini-Büttenrede erwähnte Nopper – auf dem Kopf eine schwarz-gelbe Narrenkappe – auch die prekäre Haushaltslage der Landeshauptstadt und reimte: „Auch wenn unser’ Kass’ grad leer isch / mir bleibet luschtig, schwäbisch, frisch.“ Darauf ein dreifaches „Schtuagert, helau“.
Am Nachmittag übernehmen beim Kinderfasching im Rathaus die kleinen Narren das Kommando, um 18 Uhr steigt auf den Treppen davor das Monster-Guggen-Konzert mit schief-schmissiger Guggenmusik.
Am Faschingsdienstag folgt der Höhepunkt der närrischen Zeit in der Landeshauptstadt: Dann ziehen beim großen Umzug Vertreter von 63 Narrengruppen durch die Stuttgarter Innenstadt. Mit dabei im Oldtimer: OB Nopper und seine Frau Gudrun.