Etwa sechseinhalb Millionen Euro Bargeld sollen die Täter erbeutet haben (Symbolbild). Foto: picture alliance / dpa/Jens Kalaene

Unbekannte Täter dringen Anfang November mit Hilfe eines Kernbohrers in den Tresorraum des Hauptzollamts Emmerich in Nordrhein-Westfalen. Jetzt machen die Ermittler erstmals Angaben über die Höhe der Beute.

Emmerich - Bei einem Einbruch in das Hauptzollamt Emmerich in Nordrhein-Westfalen haben unbekannte Täter etwa sechseinhalb Millionen Euro Bargeld erbeutet. Nach bisherigen Erkenntnissen gelangten die Täter mit Hilfe eines Kernbohrers in den Tresorraum, wie die Ermittler am Mittwoch in Krefeld und Kleve mitteilten. Der Einbruch sei professionell geplant und ausgeführt worden.

Über den Einbruch, der sich bereits am 1. November ereignete, hatte die örtliche Polizei in der vergangenen Woche bereits mehrfach berichtet. Am Mittwoch machten die Ermittler nun erstmals Angaben über die Höhe der Beute. Die Zollverwaltung lobte für Hinweise, die zur Feststellung, Ergreifung und rechtskräftigen Verurteilung des Täters oder der Täter beziehungsweise zur Wiedererlangung des Gelds führen, eine Belohnung von 100.000 Euro aus.

Zeuge fotografiert Verdächtigen

Nach derzeitigen Erkenntnissen sollen drei Täter in das Gebäude eingebrochen sein. Zeugen hatten am 1. November gegen 06.00 Uhr Bohrgeräusche gehört und gegen 10.45 Uhr bemerkt, wie die drei dunkel gekleideten Männer mit dunklen Strickmützen das Gebäude mehrfach verließen, um einen weißen Transporter mit Klever Kennzeichen zu beladen. Anschließend fuhren sie mit dem Transporter fort.

Ein weiterer Zeuge fotografierte zudem einen Mann, der zur Tatzeit in der Nähe des Hauptzollamtes auffällig auf- und ablief. Nach diesem Verdächtigen wird nun öffentlich mit den Fotos des Zeugen gefahndet.

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