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Nach dem knappen 23:24 beim direkten Konkurrenten SG Kappelwindeck/Steinbach stehen die Drittliga-Handballerinnen des TV Nellingen mächtig unter Druck.

Baden-Baden„Ich bin bedient“, sagte Trainerin Veronika Goldammer vom Handball-Drittligisten TV Nellingen: Mit 23:24 (13:13) unterlagen die TVN-Frauen bei der SG Kappelwindeck/Steinbach und tauschten in der Tabelle mit den Gastgebern die Plätze. Die Nellingerinnen sind nun Vorletzter, die SG rangiert auf Platz zehn, hat aber nur einen Punkt Vorsprung. Goldammer ist gottfroh, dass in der kommenden Woche spielfrei ist: „Diese Niederlage muss ich erst mal sacken lassen.“

Vor allem, da die Nellingerinnen sich mit einer unterirdischen Chancenverwertung im Badischen selbst ein Bein gestellt hatten. „Was wir haben liegen lassen, das reicht für zwei Spiele“, sagte Goldammer. Dabei waren die TVN-Frauen gut ins Spiel gekommen und hatten bis zum 4:0 (6.) vorgelegt. Danach zückte SG-Coach Kevin Bauer entnervt die Grüne Karte. Mit Erfolg. Während die Nellingerinnen durch die Zwangspause aus dem Tritt gebracht wurden, legte Kappelwindeck/Steinbach einen 5:0-Lauf hin und lag beim 5:4 (12.) erstmals vorne. „In dieser Phase hat es angefangen, dass wir gleich reihenweise gut herausgespielte Chancen liegen gelassen haben“, ärgerte sich Goldammer. Aber auch bei den Gastgeberinnen war nicht alles Gold was glänzt: Nach zwischenzeitlichem Drei-Tore-Rückstand (9:12/23.) kämpften sich die TVN-Frauen bis zur Pause wieder ein Remis. „Von der Moral her war die Leistung in Ordnung“, meinte Goldammer.

Nach dem Seitenwechsel dasselbe Bild – die SG legte stets vor, Nellingen blieb dran. „Zum Schluss hatten wir wieder die Chance auf den Ausgleich, doch wieder wurde die Möglichkeit nicht genutzt“, so Goldammer. Nach der Spielpause stehen die TVN-Frauen damit im Heimspiel gegen die achtplatzierte TG Pforzheim am 8. Februar extrem unter Druck. (kd) red

TV Nellingen: Geiß, Lukau; Strack (1), Kiedaisch (1), Dobler (1), Kuhrt (2), Leukert (2), Baur (2), Distel (3), Kriessler, Hojczyk, Dreizler (5), Maier (3/3), Weiß (3).

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