Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft warnt vor gefährlichen Experimenten. (Archivbild) Foto: dpa/Patrick Seeger

Laut Polizei haben sich am Wochenende 2000 Menschen leichtsinnig auf den teilweise gefrorenen Bodensee begeben. Ein Kind brach mit einem Bein ins Wasser ein.

Konstanz/Stuttgart - Bei eisigen Temperaturen haben sich am Wochenende viele Menschen auf einen gefrorenen Abschnitt des Bodensees gewagt. Die Polizei zählte im Laufe des Sonntags rund 2000 Winterausflügler auf dem zum Bodensee gehörenden Gnadensee, der eine bis zu acht Zentimeter dicke Eisschicht aufwies. Zu Unfällen oder Verstößen gegen die Corona-Bedingungen kam es dabei kaum, wie die Polizei am Montag mitteilte. Am Sonntagmorgen brach ein neun Jahre altes Kind im Randbereich des Sees mit einem Bein ins Wasser ein, holte sich laut Einsatzkräften aber nur einen nassen Fuß.

Dramatische Folgen wegen steigenden Temperaturen

In den nächsten Tagen könnte das Betreten von zugefrorenen Seen und Flüssen wegen den zu erwartenden Plusgraden deutlich dramatischere Folgen haben. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt davor, die Tragfähigkeit von Eisflächen falsch einzuschätzen. „Wir appellieren an alle Eltern, die Gefahren dünner Eisdecken ernst zu nehmen und auch die Kinder dafür zu sensibilisieren„, sagte Armin Flohr, Präsident des DLRG Landesverbands Württemberg am Montag. „Wer unsicher ist, kann die Tragfähigkeit des Eises beim zuständigen Amt erfragen.“ Der Deutsche Wetterdienst rechnet am Dienstag und Mittwoch mit Höchstwerten von 6 bis 15 Grad. Dabei wechseln sich Regen und Sonne ab.

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