In Pandemiezeiten kommen nicht mehr so viele Kunden auf die Einkaufsstraße. Foto: Konstantin Schwarz

Kaum noch Anlässe und die Sorge vor einer Corona-Ansteckung: Das ist eine Mischung, die laut Einzelhändlern und ihren Vertretern bald zu einem großen Ladensterben und einer Verödung der Innenstadt führen könnte. Breuninger glaubt dagegen weiter an den Standort.

Stuttgart - Es geht nicht um Panikmache, doch die Vertreter des Handels sind sich einig: Der Flurschaden, den die Auswirkungen der Pandemie vor allem in der Innenstadt anrichten, wird enorm sein. So spricht Citymanager Sven Hahn nur noch von „Schadenbegrenzung“ statt von Rettung vieler Geschäfte. Marjoke Breuning, IHK-Präsidentin und Chefin des Traditionsladens Maute Benger auf der Königstraße, ergänzt: „Die Lage des Einzelhandels in Stuttgart und in anderen Innenstädten ist sehr schwierig. Bisher haben sich die meisten Geschäfte vom Lockdown und dem damit verbundenen Ausbleiben der Kundschaft noch nicht wirklich erholt. Die Zentren sind überproportional davon betroffen, weil sie in der Regel kaum Waren der Grundversorgung bieten. Für viele Betriebe dürfte zurzeit nicht klar sein, wie lange sie diese Phase noch durchhalten können. Die Aussichten für die nächsten Monate sind für viele jedenfalls sehr bescheiden.“ Und Sabine Hagmann vom Handelsverband weist in der unaufgeregten Art einer Juristin darauf hin: „Der Einzelhandel in den Innenstädten ist angezählt. Wenn wir keine Geisterstädte wollen, müssen wir den Handel jetzt, wo es geht, unterstützen.“

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