Seit Wochen sind die Kultureinrichtungen geschlossen. Einen Lichtblick gibt es nun in Esslingen: Dort wagen Stadtmuseum, Schreiber-Museum, die Galerie Villa Merkel und das Stadtarchiv behutsame Öffnungen nach Voranmeldung und für streng begrenzte Besucherzahlen. Den Anfang hat die Stadtbücherei gemacht.
Esslingen - Lange mussten sich die Esslinger Kultureinrichtungen und ihr Publikum gedulden – nun gibt es wieder erste behutsame Öffnungen: Stadtbücherei, Villa Merkel, Stadtarchiv, Stadtmuseum und Schreiber-Museum haben detaillierte Hygienekonzepte erarbeitet, die es ihnen erlauben, ihre Häuser schrittweise wieder zu öffnen. Die Besucherzahl ist limitiert, der Aufenthalt wird zeitlich begrenzt, vorbeikommen darf man nur nach Terminvereinbarung. Und natürlich gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske, zur Einhaltung des Mindestabstands und zur Erfassung der Kontaktdaten. Was auf Dauer möglich ist, hängt von der Entwicklung der Pandemie ab.
Stadtbücherei Den Anfang macht die Stadtbücherei, die nun wieder Kundinnen und Kunden in ihrer Hauptstelle in der Heugasse begrüßen darf – wenn auch mit Einschränkungen. Geöffnet wird ab sofort dienstags bis freitags jeweils von 10 bis 19 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr, und zwar zunächst nur zur Ausleihe und Rückgabe von Medien. Maximal 30 Minuten darf man bleiben, damit auch andere Kunden zum Zug kommen. Ein längerer Aufenthalt im Haus, ausführliche Beratung und die gewohnte Nutzung von Rechnern und Arbeitsplätzen sind nicht möglich. Der Besuch der Bücherei setzt eine Anmeldung unter Telefon 07 11/35 12-23 37 oder per E-Mail unter stadtbuecherei@esslingen.de voraus. Die Bücherei bittet, einzeln oder mit möglichst wenigen Personen aus dem eigenen Haushalt zu kommen. Der Bestell- und Abholservice für Medien bleibt vorerst bestehen. Entliehene Medien werden bis zur regulären Wiedereröffnung verlängert. Der Bücherbus versorgt weiter die Stadtteile nach vorheriger Bestellung mit Medien. Die Bücherei Berkheim öffnet zu einem späteren Zeitpunkt.
Villa Merkel Die städtische Galerie Villa Merkel öffnet von diesem Freitag an wieder dienstags von 11 bis 20 Uhr sowie mittwochs bis sonntags von 11 bis 18 Uhr. Maximal 15 Besucher können gleichzeitig kommen, der Ausstellungsbesuch ist auf eine Stunde begrenzt und setzt eine vorherige Anmeldung unter Telefon 07 11/35 12-33 43 voraus. Zu sehen ist derzeit die Gastausstellung des Esslinger Kunstvereins „Ein Museum auf Probe“. Das Museumscafé bleibt bis auf Weiteres geschlossen.
Stadtarchiv Wer die lokale Historie erkunden möchte, hat dazu ab Montag, 15. März, wieder im Esslinger Stadtarchiv Gelegenheit – zumindest mit Einschränkungen. Der Lesesaal in der Nebenstelle am Georg-Christian-von-Kessler-Platz 6 hat dann wieder montags von 13 bis 16 Uhr sowie dienstags bis donnerstags von 8.30 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Der Lesesaal kann nur von einer Person und maximal für die Dauer von zwei Stunden genutzt werden. Vorherige Anmeldung unter Telefon 07 11/35 12-33 42 oder per E-Mail unter stadtarchiv@esslingen.de ist unbedingt erforderlich. Eine intensive Betreuung – etwa Erklärungen am Original oder Lesehilfen – ist bis auf Weiteres nicht möglich. Schriftliche und telefonische Anfragen werden weiterhin uneingeschränkt bearbeitet und beantwortet.
Stadtmuseum Das Gelbe Haus am Hafenmarkt und das J. F. Schreiber-Museum im Salemer Pfleghof öffnen ab Donnerstag, 18. März, wieder ihre Türen – dienstags bis samstags von 14 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr. In beiden Häusern ist eine Anmeldung unter museen@esslingen.de erforderlich. Die Zeitfenster für den Besuch beginnen in den Museen jeweils zur vollen Stunde. Reservierungen werden nur unter Angabe der Kontaktdaten und der Personenzahl entgegen genommen. Im Stadtmuseum sind bis zu 20 Besucher gleichzeitig für maximal eine Stunde möglich, im Schreiber-Museum sind es bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten (Kinder bis 14 Jahre zählen nicht mit). Die Besuchsdauer ist auf 50 Minuten beschränkt. Im Stadtmuseum ist derzeit die Ausstellung „Eberhard Weber. Colours of Jazz“ zu sehen, die schon vor Wochen in Kooperation mit dem Verein Deutsches Jazzmuseum aufgebaut wurde.