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Diebe werden immer dreister und wählerischer.

StuttgartBei einem Blick in die Polizeistatistik wird deutlich, dass in diesem jahr in Stuttgart weniger eingebrochen wurde. 2017 schlugen die Diebe 662 mal zu. In diesem Jahr wurden bislang lediglich 570 Einbruchsfälle registriert. Dabei sind Schäden in Höhe von 3,55 Millionen Euro entstanden. Die hohen Diebstahlschäden lassen sich damit begründen, dass sich die Vorlieben der Einbrecher gewandelt haben.

Einer der jüngsten Einbruchsfälle wird aus Untertürkheim gemeldet. In diesem Fall hätten die Diebe allerdings noch etwas Nachhilfe benötigt. Während sich ein schlanker und sportlicher Einbrecher mit einem Hebelwerkzeug am Fenster des Wohnhauses in der Hettichstraße zu schaffen machte, war sein Aufpasser wohl weniger konzentriert. Dieser bemerkte den heimkehrenden Wohnungsinhaber zu spät. Dieser schrie die beiden Diebe an und diese flüchteten daraufhin in Richtung Bushaltestelle.

Auf welches Diebesgut es diese beiden abgesehen hatten, bleibt wohl unbekannt. Fakt ist jedoch, dass die Einbrecher im Stuttgarter Raum es vermehrt auf Armbanduhren abgesehen haben. Diese werden meist in Schubladen und Kommoden aufbewahrt. Diebe müssen also nicht lange danach suchen. Bei den letzten registrierten Einbrüchen wurden beinahe ausschließlich Uhren gestohlen. Fünf Einbrüche zwischen Untertürkheim und Vaihingen brachten den Räubern in nur einer Woche eine stattliche Summe von 45.000 Euro.

Der Uhrentick der Einbrecher kommt nicht von Ungefähr. Uhren als Wertanlage werden immer beliebter. Konventionelle Geldanlagen erscheinen dagegen in Zeiten niedriger Zinsen wenig attraktiv. Hochwertige Uhren erzielen auf dem Markt stattliche Preise. Dabei sind Marken wie Rolex, A. Lange & Söhne oder Patek Philippe besonders gefragt. Eine Rolex Daytona hat im letzten Jahr in Genf einen Preis von 51.250 Schweizer Franken erzielt. Für den Anleger ist es von Bedeutung, keinen Fälschern auf den Leim zu gehen, denn auch dieser Markt boomt.

Gerade bei so teuren Uhren kann es sinnvoll sein, Armbanduhren sicher online zu kaufen, beispielsweise bei Uhrcenter.de. Auch Uhren im mittleren Preissegment können dort erworben werden. Die Preise von Boss-Uhren liegen dabei eher im oberen Bereich, Casio und Diesel im mittleren bis unteren Preissegment der Mittelklasse-Uhren.

Diebe schätzen die Uhren aber nicht nur nur aufgrund ihres Wertes, auch die einfachen Transportmöglichkeiten machen den Uhrenklau attraktiv. Uhren können selbst in der Jackentasche verstaut werden. Der Aufwand ist gering und das geringe Gewicht der Uhren behindert auf der Flucht nicht. In Vaihingen wurden in einem Einfamilienhaus mehrere Uhren im Wert von mehr als 1.000 Euro erbeutet. Computer oder TV-Geräte blieben dagegen unberührt.

Diebe klauen anders, gezielter durchdachter und mit weniger Aufwand. Was mit den erbeuteten Uhren passiert, bleibt meist ungeklärt, denn selten führen die Polizei-Ermittlungen tatsächlich zum Erfolg.

Vor einigen Tagen schöpfte ein Goldhändler in der Stuttgarter Kronprinzstraße allerdings Verdacht und verständigte die Beamten. Diese nahmen daraufhin einen 22-Jährigen fest, welcher dem Juwelier mehrere Golduhren zum Kauf angeboten hatte. Die Uhren stammten aus einem Wohnungseinbruch in Schwäbisch Gmünd. Ob der junge Mann selbst der Einbrecher war, blieb unklar. Eine Festnahme erfolgte zunächst nicht.

Nachbarn erweisen sich als zuverlässige Einbruchschützer. Ordnungsbürgermeister Martin Schairer stellte letzte Woche in Stuttgart eine neue Präventionskampagne vor. Verbesserter Einbruchschutz und aufmerksame Nachbarn haben in Stuttgart zu einem deutlichen Rückgang der Einbrüche geführt. Wird dieser Trend beibehalten, lassen sich die Zahlen in vier Jahren sogar halbieren, so Polizeipräsident Franz Lutz vor der Presse.

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