Johannes M. Fischer. Foto: Bulgrin - Bulgrin

Johannes M. Fischer denkt über die vergangene Woche nach: Viel Gewalt, ein Fremdgeher, der ein Rückkehrer ist und eine bodenständige Maultaschen-Meldung erschienen ihm besonders wichtig.

EsslingenDie abgelaufene Woche war nichts für zarte Gemüter. Es ging sogar ziemlich gewalttätig zu. In Nürtingen gab es eine blutige Messerstecherei, in Plochingen herrschte fast schon der Ausnahmezustand. Als wäre das nicht schlimm genug, wurden über die sozialen Netzwerke Fake News (Falschmeldungen) über angebliche Todesopfer abgesetzt.

Deshalb wenden wir unseren Blick doch lieber aufs politische Parkett, wo das Blut nur symbolisch fließt: AKK tritt zurück, Klinsi tritt zurück, aber Lorenz Kruß tritt in Aichtal noch mal an, obwohl es ihn zuvor nach Aichwald zog, wo man ihn aber nicht haben wollte. Nach seinem missglückten Seitensprung verspricht die treulose Tomate: „Ich gehöre definitiv nach Aichtal.“ Hauptsache Aich. Ob das gut geht für den Bürgermeister, der noch mal antritt?

An sich ist das nach Hause kommen eines Ausreißers ja eine rührende Geschichte. Es passierte aber noch ein weiteres Wunder. In Plochingen, wo seit Wochen viel über Geld gestritten wird, wurde ein sauberer Haushalt verabschiedet: Viele Investitionen und zumindest 2020 keine weiteren Kredite. „Na und?“, fragt der Aufmerksamkeitsjunkie im sozialen Netzwerk gereizt. „Nichts na und“, sage ich. Es ist „nur“ eine Lokalnachricht. Wie eine bodenständige Maultasche: Nicht spektakulär, aber gut.

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