Das „Momentum“ entscheidet: Vittorio Lazaridis trat bei der OB-Wahl an. Foto: Ines Rudel

Was ist aus ihnen geworden? Sechs Kandidierende hatten sich um das Amt des Esslinger Oberbürgermeisters und die Nachfolge von Jürgen Zieger beworben. In unserer Serie berichtet Vittorio Lazaridis von den Grünen, wie sein Leben nach der Wahl weiterging.

Esslingen - Arbeitsplatz in Stuttgart. Stadtrat in Stuttgart. Wohnort in Stuttgart. War diese Verbundenheit zur Landeshauptstadt der Grund für die Niederlage? Nein, erklärt Vittorio Lazaridis bestimmt. Die alt-ehrwürdige Rivalität zwischen Stuttgart und Esslingen sei nicht wahlentscheidend gewesen. Esslingen sei sich seiner Tradition als freie Reichsstadt wohl bewusst – und das sei auch gut so. Ein gewisses Fremdeln mit Stuttgart liege in der kommunalen DNA. Damit kann er umgehen. Damit kennt er sich aus. Lokalpatriotische Plänkeleien bringen ihn nicht aus dem Konzept. Schließlich hat der Schwabe lange im badischen Karlsruhe gearbeitet, hat die Frotzeleien zwischen beiden Landesteilen live miterlebt und die feinen und weniger feinen Ressentiments am eigenen Leib erfahren. Ein Karlsruher Kollege, so erinnert sich Vittorio Lazaridis, hatte in seinem Büro ein Schild hängen: „Hier kommen nur Badener herein.“ Das nahm der Mann von den Grünen mit Humor, Gleichmut und Nonchalance zur Kenntnis. Und ebenso souverän geht er nach eigenen Worten mit seinem Ergebnis von 21,6 Prozent im ersten Urnengang der Esslinger OB-Wahl um.

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