Finanzbürgermeister Fuhrmann will auf dem Infoportal erklären, warum Stuttgart sparen muss. Foto: Lichtgut

Wie leer ist die Kasse der Stadt wirklich? Und warum kann Stuttgart nicht unbegrenzt Schulden machen? Ihre Antworten gibt die Verwaltung auf einem Infoportal.

Demos, Petitionen, offene Briefe – die Stuttgarter Stadtgesellschaft ist wegen der geplanten Kürzungen im Doppelhaushalt 2026/27 auf den Barrikaden. Egal ob Kultureinrichtungen, Träger von Jugendhilfeangeboten oder Eltern: Viele haben Angst um ihre Existenz und den sozialen Frieden, wenn die Entwürfe zum Haushalt, die derzeit beraten werden, so umgesetzt werden.

Die Stadt hat nun eine umfangreiche Infoseite aufgesetzt, um Fragen von Bürgerinnen und Bürgern rund um den Haushalt zu beantworten. Zu finden ist sie unter www.stuttgart.de/haushaltskonsolidierung

Darauf findet sich unter anderem ein Interview mit dem Finanzbürgermeister Thomas Fuhrmann, in dem er erklärt, warum Stuttgart in eine finanzielle Schieflage geraten ist. Weitere Fragen, zu denen Infos zu finden sind, sind unter anderem: Was bedeutet die Haushaltslage für die Stuttgarter Bürger? Wie will die Stadt die schwierige Haushaltslage bewältigen? Warum spart die Stadt bei Kultur, Sport & Co? Warum darf die Stadt nicht beliebig Schulden machen?

Weil unter anderem Gewerbesteuereinnahmen im großen Stil wegbrechen, muss die Stadt in den kommenden zwei Jahren knapp 800 Millionen Euro sparen. Deshalb sollen Investitionen gestrichen und die Budgets der Ämter gekürzt werden. Verabschiedet werden soll der Doppelhaushalt am 19. Dezember.

Livestream von der Verabschiedung

Die Eingangsreden der verschiedenen Fraktionen und Gruppierungen werden an diesem Tag, ab 8.30 Uhr, auf dem Youtube-Kanal der Stadt per Livestream übertragen. Dort finden sich auch die Mitschnitte von der Einbringungen des Haushalts im Dezember, sowie von der ersten Lesung und Aussprache dazu im Gemeinderat im November.