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In Zeiten von Facebook und Co. wirklich erstaunlich: Heimwerken ist für viele Teenager ein regelmäßiges Hobby. Woher kommt der Trend?  

DIY: 7 Prozent der Jugendlichen sind Hobby-Heimwerker

Nach der Schule noch schnell zum Baumarkt? Am Wochenende endlich die selbst geschreinerte Bank lasieren statt sich mit Freunden im Freibad zu vergnügen? So sieht die Freizeit vieler Teenager aus – den Vorurteilen gegenüber der ”Generation Z” zum Trotz. Sieben Prozent der Jugendlichen geben an, dass ihnen Heimwerken Freude bereitet und sie regelmäßig zu Hammer, Schraubenzieher und Säge greifen.

Statista: Heimwerken in der Bevölkerung

Laut einer Untersuchung von Statista zur Freizeit-Beschäftigung "Heimwerken" nach Lebensphase 2019 gaben sieben Prozent der befragten Jugendlichen an, in ihrer Freizeit gerne DIY-Projekte umzusetzen. Damit liegt Handwerken immer noch weit hinter den absoluten Freizeit-Spitzenreitern Fernsehen, Musik hören und Internet. Im digitalen Zeitalter ist es jedoch beachtlich, dass sich so ein analoges und traditionelles Hobby derartiger Beliebtheit unter Jugendlichen erfreut. Eine Erhebung der AWA ermittelte für das Jahr 2019 11,9 Millionen Personen ab 14 Jahren in Deutschland, die ein besonderes Interesse am Thema Heimwerken haben (Quelle: Statista 2020).

Jugendliche und die Werkbank

Unter den jungen Hobby-Heimwerkern und Heimwerkerinnen in Deutschland sind Gartenarbeiten, das Ausprobieren origineller Lifehacks und Upcycling-Projekte („Aus alt mach neu“) besonders beliebt. Aber auch Reparaturen am Haus, Renovierungen und das Restaurieren von alten Möbeln sind Heimwerker-Projekte, die Teenager gerne angehen. Auf Instagram und Facebook zeigen sie stolz Ihre fertiggestellten Werke und den Prozess dahinter, tauschen sich mit anderen aus und holen sich Inspiration. YouTube-Tutorials wie vom selbsternannten Heimwerkerking Fynn Kliemann und Diskussionen in Online-Foren helfen ihnen dabei, die richtigen Techniken und Vorgehensweisen zu erlernen.

Woher kommt der Trend?

Heranwachsende und junge Erwachsene sind besonders empfänglich für aktuelle Trends. Momentan sind es in erster Linie die neuen Umweltschutzbewegungen, die immer mehr Jugendliche zum Heimwerken bringen. Do-It-Yourself, Upcycling und das Reparieren kaputter Gegenstände sparen Ressourcen und verringern die Müllproduktion.

Der Van Life-Trend, das eigenständige Umbauen und Bewohnen alter und neuerer Transporter, sowie die Tiny House-Bewegung beeinflussen die Art und Weise, wie Teenager wohnen wollen. Ein Bett aus Europaletten, Regale aus Obstkisten und ein selbst gezimmerter Schreibtisch aus Schnittholz – diese Möbel sind auch für unerfahrene Handwerker realistische Anfänger-Projekte. Einsteiger-Tools, zum Beispiel Güde Werkzeuge, machen Heimwerken heutzutage zu einem einfach zugänglichen und kostengünstigen Hobby. Auch Schüler und Auszubildende haben so die Möglichkeit, sich eine eigene kleine Werkstatt einzurichten.

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