Das Walt Disney Co. Logo in der New Yorker Börse. Foto: dpa/Richard Drew

Die Corona-Krise macht Hollywood schwer zu schaffen. Der Disney-Konzern richtet den Blick nun nach vorn und plant „Star Wars“- und „Toy Story“- Ableger sowie „Indiana Jones 5“ und neue Marvel-Verfilmungen.

Los Angeles - (dpa) — Der US-Unterhaltungskonzern Disney begegnet der Krise mit einer Offensive und hat Dutzende neue Serien und Kinofilme angekündigt. Im Rahmen der Online stattfindenden Konferenz Investors Day stellte Disney am 10. Dezember unter anderem zehn neue „Star Wars“-Serien vor. Eine soll den Titel „Obi-Wan Kenobi“ tragen, darin sollen Ewan McGregor als der ikonische Jedi-Meister und Hayden Christensen als Darth Vader aufeinandertreffen. Außerdem wird es neue Marvel- und Pixar-Produktionen geben sowie Fortsetzungen der Reihen wie „Sister Act“ und „Indiana Jones“.

Besonderes Augenmerk gilt dem Ausbau des Streamingdienstes Disney+, der nach Konzernangaben seit dem Start vor einem Jahr gut 86 Millionen Abonnenten weltweit gewinnen konnte – angepeilt waren 60 bis 90. Der Marktführer Netflix liegt eigenen Angaben zufolge bei knapp 200 Millionen. In den USA kommmt dazu die neue Konkurrenz durch das Studio Warner Bros., das 2021 alle seine Filme parallel zum Kinostart auch beim hauseigenen Streamingdienst HBO max anbietet, der in Deutschland zunächst nicht verfügbar sein soll – hier setzt Warner weiter auf Sky. Der monatliche Abopreis von Disney+ soll mit dem vergrößerten Angebot von 7 auf 9 Euro steigen.

„Indiana Jones 5“ soll kommen

Anders als Warner hat Disney das Kino noch nicht abgeschrieben, dazu sei es einfach zu lukrativ: „Wir haben 2019 13 Milliarden Dollar an der Kinokasse verdient“, sagte Disney-Chef Bob Chapek. „Black Widow“, ein Spinoff aus dem „Avengers“-Universum von Marvel, soll am 7. Mai auf der großen Leinwand starten.

Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy stellte noch einmal zwei „Star Wars“-Kino-Projekte vor, die bereits bekannt waren: „Wonder Woman“-Regisseurin Patty Jenkins soll „Star Wars: Rogue Squadron“ für einen Kinostart im Dezember 2023 inszenieren. Sie ist damit die erste Frau, die bei einer Sternenkrieger-Kino-Saga den Ton angibt. Zudem ist ein noch titelloser „Star Wars“-Spielfilm unter der Regie des Neuseeländers Taika Waititi („Thor: Tag der Entscheidung“) geplant.

„Black Panther“ wird fortgesetzt

Kennedy kündigte auch die Rückkehr von Harrison Ford in seiner Rolle als Archäologie-Professor „Indiana Jones“ an. Die verschobenen Dreharbeiten für den fünften Abenteuerfilm der Reihe unter der Regie von James Mangold sind für das kommende Frühjahr geplant, der Kinostart für Juli 2022. Seit 1981 spielte Ford die Rolle des draufgängerischen Professors viermal, zuletzt 2008 in „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“.

Marvel-Chef Kevin Feige kündigte einen neuen „Fantastic Four“-Kinofilm unter der Regie von Jon Watts („Spider-Man: Far From Home“) an. Er bestätigte auch den geplanten Dreh von „Black Panther II“ unter der Regie von Ryan Coogler und zollte dabei dem im August an Krebs gestorbenen „Black Panther“-Star Chadwick Boseman Tribut. Dessen ikonische Rolle als Königssohn T’Challa werde in der Fortsetzung nicht vorkommen. Man wolle aber die Welt des fiktiven afrikanischen Staates Wakanda darstellen, um damit das Vermächtnis des Schauspielers zu ehren.

Buzz Lightyear bekommt eigenen Film

Die zu Disney gehörende Animationsschmiede Pixar plant neben einem Spielfilm um die „Toy Story“-Figur Buzz Lightyear erstmals auch animierte Serien. Eine basiert auf dem Kinofilm „Cars“ und soll im Herbst 2022 bei Disney+ starten. Dort wird auch Whoopi Goldberg zu sehen sein, die fast 30 Jahre nach ihrem ersten Auftritt als singende Nonne Deloris Wilson erneut in diese Rolle schlüpft in der Komödie „Sister Act 3“.

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