Dirk Sommerfeld mit seinem Team im „Oxxford Diner“-Foodtruck: Vanessa, Sara und Steffi (von links). Foto: Rebecca Anna Fritzsche

Dirk Sommerfeld und sein „Oxxford Diner“-Truck beliefern das Vaihinger Industriegebiet mit Burgern – aber nicht nur dort ist er mit seinem Team anzutreffen.

Um 11.30 Uhr soll’s losgehen, aber schon lange davor kommen die ersten Stammkunden und geben ihre Bestellungen auf: Salat mit knusprigem Hühnchen, Pommes, Barbecueburger, noch mal den Hühnchensalat. Etwa bis 13.30 Uhr, schätzt Dirk Sommerfeld, wird der Foodtruck „Oxxford Diner“ heute an der Ruppmannstraße stehen – „oder etwas kürzer, wenn wir ausverkauft sind“, sagt der Chef. Im Fall des Hühnchensalats könnte das sogar der Fall sein, denn mittlerweile sind noch mehr Bestellungen eingegangen. Sommerfeld beginnt, Zwiebeln anzubraten, holt den Speck und das Rindfleisch heraus, das er gleich brauchen wird – es fängt an, so gut zu riechen, dass einige Passanten stehen bleiben und herübergucken.

Seit November 2023 ist Dirk Sommerfeld mit seinem „Oxxford Diner“-Foodtruck unterwegs, seit Januar 2024 steht er regelmäßig im Vaihinger Industriegebiet. Dabei war eigentlich alles ganz anders geplant: „Ich war 17 Jahre lang im Schadensmanagement von Versicherungen tätig“, erzählt er. Als die Corona-Pandemie kam, hat er ein Corona-Testzentrum aufgemacht und dies zwei Jahre lang geführt. „Danach habe ich mich gefragt: Wie geht es jetzt weiter?“ Ein Freund habe damals seinen Foodtruck zum Verkauf angeboten, das hatte sich Sommerfeld überlegt – allerdings in Verbindung mit einem Restaurant: „Es gab den Plan, das German Classic Diner in der Bernhäuser Fußgängerzone zu übernehmen“, erzählt Dirk Sommerfeld. „Der Foodtruck war lediglich als Ergänzung für Events gedacht.“ Dann habe sich der Vermieter aber anders entschieden – und Dirk Sommerfeld beschloss, sich ganz auf den Foodtruck zu konzentrieren.

Fleisch kommt von einem Metzger aus Mössingen

Dass er Burger anbieten sollte, war schon früh klar. „Kochen war schon immer meine Leidenschaft“, sagt Sommerfeld. Es gibt ein klassisches Angebot: Hamburger, Cheeseburger, einen vegetarischen Burger, als Beilagen Pommes und Krautsalat. Die Soßen für die Burger sind hausgemacht: „Ich habe in meiner Küche zuhause ausprobiert, was schmeckt“, so Sommerfeld. Dass der „Oxxford Diner“- Foodtruck eine kleine Karte hat, ist Absicht: „Wir bereiten immer alles frisch zu, bei uns bleibt nichts liegen. Wir wollen einfach gute Burger anbieten.“

Das Fleisch für die Burgerpatties ist Bio-Weiderind, das Sommerfeld von Metzger Holzapfel in Mössingen bezieht. „Das sind zwar 40 Kilometer, die ich dafür fahren muss“, berichtet Sommerfeld, „aber das ist es mir wert.“ Es sei „ein unglaublich genialer Metzger – wir haben zusammen herumgetüftelt, um einen geringeren Fettanteil ohne Bratverlust zu bekommen.“

Besonders wichtig ist Sommerfeld sein Team mit drei Mitarbeiterinnen: „Das ist dasselbe Team, in dem wir schon im Testzentrum zusammengearbeitet haben. Wir harmonieren sehr gut miteinander.“

Bei größeren Festen versorgt der Foodtruck die Gäste

Jeden Dienstag steht der Foodtruck an der Ruppmannstraße Ecke Schockenriedstraße im Industriegebiet von Stuttgart-Vaihingen, jeweils von 11.30 bis 13.30 Uhr. Beim Filderstädter Motorradhändler Limbächer ist Sommerfeld jeweils bei den Festen dabei, wo er die Kunden mit Burgern versorgt. Ansonsten bedient er verschiedene Feste: Firmenevents, Sommerfeste, Geburtstagsfeiern. Theoretisch sei alles ab etwa 70 Personen möglich: „Ich brauche drei Leute, um den Wagen zu bedienen, die ganz kleinen Feiern lohnen sich nicht.“ Ansonsten braucht es aber lediglich einen Starkstromanschluss und einen Platz, an dem der Foodtruck stehen kann, dann ist Sommerfeld mit seinem Team da. Am schönsten seien die Rückmeldungen von den Kunden, erzählt er: „Ich bin eigentlich ein menschenscheuer Typ, aber der Kontakt mit unseren Kunden ist toll, und wenn sie dann wieder zu uns kommen oder uns sagen, dass es gut geschmeckt hat – das ist echte Wertschätzung.“