Kinder und Eltern backen am offenen Feuer ihr Stockbrot. Viele Besucher lassen sich derweil von der Guggenmusik-Kapelle unterhalten. Foto: Thomas Krytzner - Thomas Krytzner

Ob die nächste Ausgabe noch am beliebten Veranstaltungsort an der Kelter, oder schon im neuen Feuerwehrhaus stattfinden wird, ist noch unklar.

EsslingenDen Termin „Winterfeuer“ in der Kelter in Wäldenbronn haben viele Menschen fest im Kalender reserviert. Doch bei der zehnten Ausgabe war manches ein bisschen anders, sagte der Abteilungskommandant der Feuerwehr, Alf Karnath. „Zum Jubiläum haben wir für die Guggenmusik eine eigene Bühne vor der Garage aufgebaut.“ Bisher sorgte die Kapelle im Eingangsbereich für gute Stimmung. „Auf der Bühne sind die Musiker für alle besser zu sehen und zu hören.“

Alf Karnath lobte die Bereitschaft der Feuerwehrangehörigen, beim Fest mitzuwirken. „Acht Kameraden übernahmen die Organisation und am Winterfeuer helfen alle mit.“ Es motiviere, „wenn man ein tolles Team hat“. Im Vorfeld machte die Wäldenbronner Wehr weithin sichtbare Werbung für das Fest: Der Schlauchturm wurde entsprechend beleuchtet. Karnath freut sich: „Das Winterfeuer hat sich im Esslinger Norden etabliert.“ Das sei im vergangenen Jahr deutlich geworden. „Da bekamen wir gegen Abend fast an die Kapazitätsgrenzen in der Alten Kelter.“ Dieses Mal war es nicht anders.

Bereits zum Beginn um 15 Uhr strömten viele Eltern und Kinder zur Alten Kelter. Für die Jüngsten gab es viele Attraktionen und eine Neuheit: In der Kelter konnten Kinder ihre eigene Feuerwehrlaterne unter Anleitung basteln. Dies nutzten Jung und Alt gerne und bald schon wurde verglichen, wer denn nun die schönste Laterne gebastelt hat. Kinder und Eltern waren sich aber einig: „Jedes Kind hat für sich die schönste Feuerwehrlaterne gebastelt.“ Eine weiteres, buchstäbliches Highlight war die orangerote Lichtinstallation am Abend. Wer rund um das Winterfeuer die Strohballen suchte, stellte fest, dass dort nun Holzbänke standen. „Zum einen erhöht es die Sicherheit rund um das offene Feuer und wir schaffen mit den Bänken mehr Platz zum Sitzen“, erklärte Alf Karnath.

Rund um das Feuer waren die besten Plätze bald belegt. Für die Kinder galt es, ihr Stockbrot über dem wärmenden Feuer knusprig zu backen. Gleichzeitig konnten Jung und Alt dem fetzigen Sound der Guggenmusiken lauschen. Viele Besucher hielten es nicht sitzend aus, sie wippten und tanzten mit. Die Sauglogg Gugga aus Köngen, die Gassafetza und Altstadtfäger aus Schwäbisch Gmünd, die Blechschlüpfer aus Uhingen – sie alle heizten den hunderten Besuchern am Winterfeuer richtig ein mit heißen Rhythmen.

Standort Kelter ist fraglich

Als die Stimmung in der Alten Kelter auf dem Siedepunkt war, machte sich auch ein wenig Wehmut breit. Das neue Feuerwehrgebäude soll im Dezember einzugsbereit sein. Karnath: „Ob das Winterfeuer im kommenden Jahr dann noch bei der Alten Kelter oder schon beim neuen Gebäude stattfindet, wissen wir derzeit noch nicht.“ Die Feuerwehrkameraden freuen sich aber auf dem Umzug. „Wir haben jetzt schon Platzmangel und im März gibt es fünf Neuzugänge bei der Freiwilligen Feuerwehr in Wäldenbronn.“ Dann stehen knapp 50 Aktive Tag und Nacht bereit, um im Notfall auszurücken und zu helfen.

Doch wenn das Winterfeuer stattfindet, haben die Feuerwehrleute frei. „Die Wäldenbronner Wehr ist am Winterfeuer abgemeldet und die Kameraden der Feuerwehr Stadtmitte springen in dieser Zeit ein, wenn was passiert. Man hilft sich untereinander“, sagt der Abteilungskommandant.

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