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Zum Saisonauftakt in der Handball-Württembergliga empfangen die Frauen des TV Reichenbach gleich die HSG Deizisau/Denkendorf zum Lokalderby.

EsslingenDie Handballerinnen des TV Nellingen und des TSV Wolfschlugen starten mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die 3. Liga der Frauen. Der TV Plochingen will die ersten Auswärtspunkte sammeln. In der Frauen-Württembergliga kommt es bereits am ersten Spieltag zu einem heißen Derby.

Männer – 3. Liga

Nach zwei Heimsiegen in den ersten drei Saisonspielen will der TV Plochingen am Sonntag (17 Uhr) beim HBW Balingen-Weilstetten die ersten Punkte in fremder Halle. Ein leichtes Unterfangen wird das jedoch nicht, glaubt TVP-Coach Michael Schwöbel: „Balingen gehört zu den Topfavoriten. Dem Team gehören ein paar ehemalige Bundesligaspieler an.“ Erschwert wird die Situation durch den Ausfall Julian Mühlhäusers. Der Plochinger Kreisläufer hat sich am vergangenen Samstag einen Finger gebrochen. Dieser muss operiert werden, Mühlhäuser fällt circa zwei Monate aus. Bei Markus Petershans entscheidet sich kommende Woche, ob er wegen seiner Oberschenkelverletzung, die er seit einiger Zeit mit sich herumträgt, ebenfalls unters Messer muss. Sein Einsatz gegen Balingen ist definitiv ausgeschlossen.

Frauen – 3. Liga

Neues Team, neue Trainerin, neue Liga – nach einem Sommer mit einigen Veränderungen greift der ehemalige Bundesligist TV Nellingen nun in der 3. Liga an. Zum Auftakt geht es für den TVN am Sonntag (16.30 Uhr) zum ASV Dachau. „Wir sind froh darüber, mit einem Auswärtsspiel zu starten. So können wir befreiter aufspielen als vor heimischer Kulisse“, sagt Trainerin Veronika Goldammer. Personell gehen die Nellingerinnen arg gebeutelt in die Partie, Goldammer stehen nach derzeitigem Stand lediglich acht fitte Feldspielerinnen sowie zwei Torhüterinnen zur Verfügung. „Wir versuchen dennoch, positiv an die Sache heran zu gehen.“

Besser sieht die personelle Situation beim TSV Wolfschlugen aus. Das Team geht zudem mit unheimlich viel Euphorie in den Auftakt am Sonntag (17 Uhr) gegen den TSV Haunstetten. Kein Wunder, denn die Wolfschlugenerinnen starten zum ersten Mal in der Vereinshistorie in der 3. Liga. Der Gegner ist in gewisser Weise eine Wundertüte. „Haunstetten hält sich mit Zielvorgaben sehr bedeckt. Doch ich gehe davon aus, dass das Team eher nach oben schielt“, sagt Teammanager Simon Vogel. Unabhängig davon ist Wolfschlugen nur Außenseiter. Soll am Ende dennoch etwas Zählbares herauskommen, muss das Team von Coach Rouven Korreik die Haunstetterin Sarah Irmler in Schach halten. Die junge Rückraumlinke traf in der vergangenen Saison wie am Fließband und rangierte am Ende auf Platz drei der Torschützenliste.

Männer – BW Oberliga

Der Auftakt ist geglückt – nun wartet am Sonntag (18 Uhr) in der HSG Konstanz II ein harter Brocken auf die Handballer des TSV Neuhausen. „Die Konstanzer sind das beste Team, das aus der vergangenen Saison in dieser Liga übrig geblieben ist“, weiß Neuhausens Linksaußen Daniel Roos um die Stärke des Kontrahenten. Vor allem der gefährliche Tempohandball der HSG dürfte dem Team von Trainer Markus Locher zu schaffen machen. Doch Roos kennt das richtige Rezept: „Wir müssen ein extrem starkes Rückzugsverhalten an den Tag legen und die erste und zweite Welle unterbinden. Außerdem wollen wir selbst aus einer guten Defensive heraus Gegenstöße laufen und einfache Tore erzielen.“ Der Linksaußen erwartet ein rasantes Spiel – bei dem die Neuhausener einen kleinen Vorteil haben dürften. Roos: „Konstanz ist als Aufstiegskandidat mit der Auftaktniederlage im Rücken vielleicht schon ein wenig unter Zugzwang, wir können befreiter aufspielen.“

Frauen – BW Oberliga

Schwer haben wird es der TV Nellingen II am Sonntag (18 Uhr) gegen den TSV Heiningen. „Der TSV spielt eine offensive Abwehr und setzt die Kreisläuferinnen oft in Szene – das müssen wir verhindern“, sagt TVN-Coach Irina Kolpakova. Personell hat sich die Lage wieder etwas entspannt, einige Urlauberinnen sind zurück.

Männer – Württembergliga

Nachdem die HSG Ostfildern am ersten Spieltag noch pausiert hatte, ist die Freude auf den Saisonstart am Samstag (20 Uhr) gegen den TSV Heiningen nun umso größer. „Wir haben eine schlagkräftige Mannschaft, die Neuzugänge haben sich super integriert. Wir haben richtig Bock“, sagt Betreuer Mathias Dunz. Mit der Vorbereitung sind die Ostfilderner aber nur teilweise zufrieden. Dunz: „Am Anfang lief es richtig gut. Doch die vergangenen zwei Wochen waren gelinde gesagt Mist.“ Der Grund: eine verzwickte Hallensituation. „Die Stadt hat uns keine gute Halle zur Verfügung gestellt. Wir mussten zusammen mit unserer zweiten Mannschaft in einer Mini-Halle der Sportschule Ruit trainieren, und das ohne Harz. Das war einer Württembergliga-Mannschaft nicht würdig“, ärgert sich Dunz. Auch in Zukunft ist den Ostfildernern beim Montagstraining in der Sporthalle Scharnhäuser Park das Benutzen von Harz untersagt. Nichtsdestotrotz will die HSG den Heiningern Paroli bieten. „Das wird ein richtiges Brett, aber wir werden alles reinhauen.“

Für den TSV Dezisau steht bereits die zweite Partie auf dem Programm. Nachdem es am vergangenen vergangenen Sonntag in Laupheim zum Auftakt eine Niederlage setzte, will das Team von Trainer Olaf Steinke am Samstag (20 Uhr) bei der MTG Wangen die ersten Punkte einfahren. „Das wird nicht einfacher als gegen Laupheim. Wangen ist eher noch heimstärker“, warnt Arne Staiger vom TSV-Management. Schmerzlich fehlen wird den Deizisauern Linksaußen und Siebenmeterschütze Yannik Taxis, der studienbedingt ausfällt. Aufpassen muss der TSV in erster Linie auf Wangens Rückraumass Aaron Mayer. „Der kann auch mal zehn Feldtore werfen“, sagt Staiger über den Torschützenkönig der vergangenen Spielzeit. „Wir müssen ihn irgendwie stoppen – so richtig bekommt ihn aber eigentlich niemand in den Griff.“

Frauen – Württembergliga

Der TV Reichenbach gegen die HSG Deizisau/Denkendorf – zu diesem Derby kommt es bereits am ersten Spieltag. „Ich hätte mir zwar eine etwas einfachere Aufgabe zum Auftakt gewünscht, aber wir sind natürlich heiß auf das Spiel. Wir werden kämpfen bis zum Umfallen“, sagt HSG-Trainer Steffen Irmer-Giffoni. Gleiches gilt für die Reichenbacherinnen. TVR-Kreisläuferin Maike Kienzlen hofft auf den Heimvorteil: „Vergangene Saison hat jeweils das Heimteam gewonnen. Das wäre uns auch jetzt Recht.“

Männer – Landesliga

Der TSV Denkendorf geht mit dem Rückenwind aus Bezirksligameisterschaft und Bezirkspokalsieg in die neue Saison. Darüber hinaus muss der Aufsteiger keine Verletzten beklagen – die Euphorie ist dementsprechend groß. „Wir freuen uns riesig“, bestätigt Trainer Ralf Wagner. Los geht es am am Samstag (20 Uhr) gegen die SG Ober-/Unterhausen. Die SG ist ein Topteam der vergangenen Spielzeit – und dennoch eine Wundertüte. „Wie man hört, hat Ober-/Unterhausen Leistungsträger verloren. Es wird eine Überraschung, wie gut sie sind“, sagt Wagner. Über die Leistungsfähigkeit seines Teams macht sich der Coach dagegen keine Sorgen. „Wenn wir gut spielen, kann es gegen jeden Gegner in dieser Liga zum Sieg reichen. Wir müssen nicht auf eine schwache Leistung unserer Kontrahenten hoffen.“

Am Samstag (19 Uhr) tritt zudem der TSV Köngen bei der TSG Reutlingen an.

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