Die Esslinger Trauben für den Sekt haben bereits die richtige Süße. Foto: Roberto Bulgrin - Roberto Bulgrin

Das Weingut Kusterer ist schon in den Weinbergen der Esslinger Neckarhalde unterwegs, um Trauben für den Sektgrundwein zu ernten.

EsslingenDas Weingut Kusterer ist schon in den Weinbergen der Esslinger Neckarhalde unterwegs, um Trauben für den Sektgrundwein zu ernten. Für Wein wäre es noch zu früh, erklärte gestern Hans Kusterer. Der Grundwein für den Sekt hingegen müsse früher geerntet werden, „weil sonst die Säure nicht stimmt“. Würden die Trauben zu spät geerntet, bekomme der Sekt zu viel Alkohol. Sektgrundwein habe weniger Alkohol, dafür aber mehr Säure. Sekt gärt zwei Mal, im Weingut Kusterer das zweite Mal in der Flasche.

Das Unternehmen stelle immer häufiger Sekt her, sagte Kusterer. Verkauft werde zu achtzig Prozent direkt an Endverbraucher. Inzwischen seien es rund 7000 Flaschen Sekt, die produziert werden. Wein ist aber nach wie vor das Hauptprodukt des Weinguts: Bis zu 40.000 Liter stellt das Unternehmen pro Jahr her.

Die Trockenheit habe dem Wein weniger angetan als lange Zeit im Sommer befürchtet. „Es war schon tierisch trocken“, meinte Kusterer. „Wir haben aber in den letzten vier Wochen noch mal rechtzeitig Regen bekommen.“

Geerntet wurden Spätburgunder und Chardonnay in den Weinbergen der Esslinger Neckarhalde, der kleinsten Einzellage in ganz Baden-Württemberg, wie der Wengerter meinte. Mit dem Reifegrad der Trauben ist Kusterer vollauf zufrieden. Sie hätten die ideale Süße.

Mit der Weinernte wird es noch etwas dauern. Damit beginnt das Weingut in den nächsten acht bis vierzehn Tagen.

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