Menschen in den USA setzen nach dem Tod von George Floyd ein Zeichen gegen Rassismus. Foto: dpa/Ben Gray

Der Tod George Floyds entfacht einen Flächenbrand, der mehr und mehr Städte von Küste zu Küste erfasst – wie 1968 nach dem Mord an Martin Luther King.

Washington - Schweren Schrittes bewegt sich Terrence Floyd auf das überlebensgroße Mural zu Ehren seines Bruders George zu, das ein Straßenkünstler wie ein Altarbild auf die Wand des „Cup Foods“-Supermarktes in Minneapolis gemalt hat. Wie ein Heiligenschein umgeben die Namen anderer Schwarzer seinen Kopf, die, wie er, Opfer von Polizeigewalt geworden sind. Davor haben Menschen Blumen abgelegt, Andenken und Schilder hinterlassen, auf denen „Black Lives Matter“ steht. Dann bleibt Terrence stehen. Ungefähr hier muss es gewesen sein. Er beugt sein Knie nahe der Stelle, an der sein Bruder George vor einer Woche unter dem Knie eines weißen Polizisten qualvoll erstickte. Das ist nun amtlich, seit ein Autopsiebericht offiziell den Foltertod in Zeitlupe bestätigte. Der mutmaßliche Mörder Dereck C. sitzt in Untersuchungshaft und wartet auf seinen Prozess. Die drei Polizisten, die tatenlos zuschauten, verloren zwar auch ihren Job, laufen aber noch frei herum.

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