Die Nerven: Max Rieger, Kevin Kuhn und Julian Knoth (von links) beim Auftritt im März im LKA/Longhorn. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Die Nerven aus Stuttgart haben das Doppelalbum „Live im Elfenbeinturm“ veröffentlicht, das beweist, dass das Trio zurecht als eine der besten Livebands Deutschlands gilt.

„Ich will verschwinden! Kommst du mit?“, fragt Julian Knoth in „Als ich davonlief“, das mit perfider Präzision, Kunstpausen, knurrendem Bass, pfeifender Gitarre und furiosen Drums dieses Album eröffnet. Später wird sich der zartbittere Abgesang auf die Jugend namens „Achtzehn“ live in ein opulent-filigranes Balladenepos verwandeln, „Angst“ wird noch wilder tanzen als damals auf dem Album „Fun“, und „Dunst“, eine Nummer, die man auf dem Album „Fake“ zunächst fast übersehen hätte, beschert dieser Platte nun ein hypnotisches Finale: „Und wenn der Nebel sich legt und der Schleier sich hebt, wenn Blicke sich treffen, wird nichts mehr so sein wie davor im falschen Leben.“

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