Auf dem kleinen bewaldeten Hügel stand von Anfang bis Ende des 13. Jahrhunderts die Körschburg, auf der heutigen Gemarkung von Deizisau Foto: /Andreas Kaier

Die Körschburg, die einst auf Deizisauer Markung stand, gibt bis heute Rätsel auf. Auch historische Quellen bringen nur wenig Licht ins Dunkel der Geschichte.

Eigentlich hatten sich die drei Deizisauer Jungs im Mai 1998 im Wald nur ein Lägerle bauen wollen. Beim Graben waren sie aber dann auf alten Plunder aus Metall gestoßen – der sich kurze Zeit später als wichtiger archäologischer Fund entpuppen sollte. Den Eltern der Jungen war die ganze Sache zum Glück nicht ganz geheuer vorgekommen, weshalb sie das Landesdenkmalamt einschalteten. Wie anschließende Untersuchungen ergaben, handelte es sich bei den zahlreichen Fundstücken unter anderem um eine besonders gearbeitete Schnalle aus brüniertem Eisen und um ein mehr als ein Meter langes und leicht verbogenes so genanntes Scheibenknaufschwert. „Die stark verjüngte Spitze verrät, dass hier eine kombinierte Hieb- und Stichwaffe vorliegt“, schreiben die beiden Archäologen Susanne Arnold und Uwe Grosse in einem 1999 erschienenen Aufsatz über Funde von der Körschburg bei Deizisau und sprechen von einer Waffe aus dem ausgehenden 13. Jahrhundert, die damals modern war.

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