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Die Zukunft ist nachhaltig, effizient und digital

Neue Technologien werden die Welt der Zukunft maßgeblich formen. Das mag beängstigend klingen, birgt aber sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmern viele Chancen. Das Internet der Dinge, smartes Wohnen, digitale Arbeitsplätze und die Green Economy gestalten die Gesellschaften der Zukunft.

Die Weltbevölkerung wächst weiter – und im selben Maße nimmt auch die Urbanisierung zu: Etwa 7,5 Milliarden Menschen leben derzeit auf dem Planeten, mehr als die Hälfte davon in städtischen Räumen. In Metropolen wie Tokio wird dem Platzmangel mit Plänen für den Bau regelrechter „Himmelsstädte“ begegnet, die Wohnraum für bis zu 36.000 Bewohner sowie bis zu 100.000 Arbeitsplätze vorsehen. In Europa geht der Trend dagegen hin zu einer flächigen, aber ökologischen Bauweise. Statt weitere Neubausiedlungen in die schwindenden Grüngürtel zu setzen, wird in Deutschland auf eine effizientere Bebauung bereits erschlossener innerstädtischer Flächen gesetzt. Platzsparende Wohnkonzepte wie Minihäuser, Modulhäuser oder Containerwohnungen nutzen Baulücken und Brachflächen optimal. Auch schwimmende Häuser und kombinierbare Mobilhäuser gehören zum Portfolio zukunftsorientierter Architekturbüros.

Beim klassischen Einfamilienhaus geht der Trend hin zum Energieeffizienz- oder Plusenergiehaus: Über Sonnenkollektoren und Wärmespeicher gewinnen emissionsfreie Plusenergiehäuser Energie aus regenerativen Quellen für den Eigenbedarf; überschüssige Energie kann ins Netz eingespeist werden.

Auch in der Arbeitswelt werden digitale Technologien erhebliche Veränderungen bewirken. Eine interessante Tätigkeit ausüben, Anerkennung für die erbrachte Leistung erhalten und von innerbetrieblicher Transparenz profitieren: Diese Aspekte sind Arbeitnehmern heute wichtiger denn je und sie werden im Arbeitsumfeld der Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Der Digital Workplace ist beispielsweise mit intuitiv nutzbaren Technologien ausgestattet, die kollaboratives Arbeiten, unmittelbaren Wissensaustausch und größtmögliche Ergebnistransparenz ermöglichen. Die Digital-Workplace-Projekte der Zukunft haben weniger eine Effizienzsteigerung, sondern vor allem die Bedürfnisse der Beschäftigten im Blick mit dem Ziel, ein effizientes und motivierendes Arbeitsumfeld zu schaffen. Auch flexible Arbeitszeitmodelle, eine nachvollziehbare und zuverlässige Arbeitszeiterfassung per Software, Home-Office-Konzepte sowie fließende Bürostrukturen stehen in der Arbeitswelt der Zukunft im Fokus. Auch die Grenzen zwischen privatem und beruflichem Raum werden weiter aufweichen.

Das Internet der Dinge birgt für die Entwicklungen der modernen Gesellschaft ebenfalls enorme Chancen, vor allem im Hinblick auf die demografischen Veränderungen und eine nachhaltige Gesundheitsvorsorge.

Beispielsweise kann die Analyse der von vernetzten medizinischen Geräten gesammelten Daten dazu beitragen, Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen. Um älteren Menschen möglichst lange ein selbstständiges Leben im eigenen Haushalt zu ermöglichen, lässt sich die Wohnung beispielsweise mit vernetzten Elektrogeräten oder die Fußböden mit Drucksensoren ausstatten. Registrieren die Sensoren Auffälligkeiten, das heißt Abweichungen vom normalen Daten-Input, kann automatisch die Verständigung des Pflegedienstes oder eines Verwandten erfolgen.

Sensoren an Einsatzfahrzeugen von Polizei und Feuerwehr können Ampeln automatisch umschalten, was ein schnelles Vorankommen der Rettungskräfte gewährleistet. Selbstfahrende Autos, die mittels einer Art Schwarmintelligenz sowohl untereinander als auch mit der Verkehrsinfrastruktur verbunden sind, könnten zukünftig ein nahezu unfallfreies Verkehrsgeschehen schaffen. Nicht zuletzt tragen die intelligenten Technologien in „Smart Homes“ maßgeblich zur Ressourcenschonung bei, indem sie Raumtemperatur, Lüften und Beleuchtung bedarfsgerecht steuern.

Auch der Ausbau „grüner“ Berufsbilder, Industrien und Technologien ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesellschaft der Zukunft. Die Wirtschaft wird ressourcenschonender – und zwar in allen Sektoren und Berufsfeldern. Im Zeichen der Nachhaltigkeit werden ökologische Maßnahmen nicht mehr als Kostenaufwand betrachtet, sondern als Chance für ökonomisches Wachstum. Darüber hinaus schaffen Umweltschutzmaßnahmen auch neue Arbeitsplätze: Schätzungen gehen von einem jährlichen Zuwachs von mindestens fünf Prozent aus – und zwar in nahezu allen Berufsgruppen. Auch die grüne Startup-Szene hat sich in den letzten Jahren zu einer ökonomischen Größe entwickelt, die bereits weit über einer Million Arbeitsplätze geschaffen hat.

Die Digitalisierung kann also den Weg in eine im besten Sinne vernetzte, nachhaltige und leistungsstarke Gesellschaft bereiten.

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