Hat nicht sollen sein: Christian Brandner und Steffen Zahner (von links) steigen mit dem TSV Denkendorf aus der Bezirksliga ab. Foto: Rudel - Rudel

Der TSV Denkendorf lässt sich beim 1:4 gegen Faurndau im Relegationsfinale der Fußball-Bezirksliga den Schneid abkaufen und steigt in die Kreisliga ab.

WäschenbeurenMit hängenden Köpfen schlichen die Fußballer des TSV Denkendorf vom Platz: Mit 1:4 (1:1) unterlag das Team des scheidenden Trainers Thorsten Schöllkopf im Relegationsfinale der Bezirksliga dem Kreisliga-A-Vizemeister FV Vorwärts Faurndau und steigen damit aus der Bezirksliga in die Kreisliga ab.

„Das Spiel war ein Spiegelbild der Saison – wir gehen früh in Führung und lassen uns dann den Schneid abkaufen“, ärgerte sich der Denkendorfer Sebastian Ullmann, der seine Mannschaft bereits nach zehn Minuten mit 1:0 in Führung gebracht hatte. „Faurndau war wesentlich bissiger und hat mit mehr Selbstbewusstsein gespielt“, so Ullmann weiter. Die fehlende Durchsetzungskraft im entscheidenden Spiel liegt für den Stürmer im Verlauf der vergangenen Saison begründet: „Woher soll es denn auch kommen – wir haben einfach in dieser Runde zu viele Spiele so verloren. Das kriegt man nicht so schnell aus dem Kopf.“

Lediglich in der ersten Viertelstunde der mit 30 Minuten Verspätung wegen Starkregens und Gewitter angepfiffenen Partie verlief das Spielgeschehen einigermaßen auf Augenhöhe. Nach der frühen Führung der Denkendorfer – Marc Driessen hatte den Ball mustergültig in der Nähe des Faurndauer Strafraums erobert, auf Tobias Kurz geflankt, der wiederum die Vorlage für Ullmann gab – drückten die FV-Akteure mächtig aufs Tempo, was dann auch mit dem Ausgleich durch Philipp Hänßler belohnt wurde (32.). Bis zur Pause hatte Faurndau noch einige Großchancen, die aber entweder über dem Tor landeten oder von Denkendorfs Schlussmann Steffen Schulze verhindert wurden.

In Abschnitt zwei hatten sich die TSV-Kicker noch gar nicht so richtig auf dem Platz sortiert, als FV-Torjäger Michael Moll nach einem Alleingang aus neun Metern abzog und den Ball unhaltbar in die Maschen donnerte (47.) – 2:1 für Faurndau. „Das war der Genickschlag“, resümierte TSV-Coach Schöllkopf verärgert – seine Ansage ans Team in der Pause war eigentlich, das Zepter wieder in die Hand zu nehmen. Die beiden folgenden Gegentreffer resultierten aus unnötigen Ballverlusten seitens der Denkendorfer: „Das ist uns im Laufe der vergangenen Saison viel zu oft passiert“, so Schöllkopf, der den Denkendorfer Trainerstab nun an Klaus Schipke übergibt. Schöllkopf versuchte noch mit einem mit einem Doppelwechsel frischen Wind ins das Spiel zu bringen und schickte Nico Riccio und Hannes Buchwald für Ullmann und Driessen auf den Platz (60.). Allerdings ohne Erfolg: Der FV Vorwärts Faurndau blieb am Drücker und nach der Roten Karte für den eben erst eingewechselten Genti Kukaj (78.) kassierten die Denkendorfer in Unterzahl durch den erst 18-jährigen FV-Youngster David Leu per Aufsetzer noch das 1:4.

„Faurndau war in den Zweikämpfen um einiges präsenter“, analysierte Schöllkopf, der nun erst mal pausieren will. „Dennoch, wenn man so eine Chance bekommt, muss man sie eigentlich nutzen“, ärgerte sich Stürmer Ullmann mit Blick auf die Tatsache, dass die Denkendorfer nur wegen des Rückzugs von Landesligist N.A.F.I. Stuttgart noch in die Relegation gerutscht waren.

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