Der Plochinger Weihnachtsmarkt wird Foto: Peter Stotz - Peter Stotz

In Baltmannsweiler, Köngen, Lichtenwald, Plochingen, Ruit und Scharnhausen konnte man sich am Wochenende auf den Advents- und Weihnachtsmärkten auf die Suche nach Dekorativem und Geschenken fürs Fest begeben. Die Atmosphäre auf den Märkten war angenehm und familiär, und Selbstgemachtes stand hoch im Kurs.

Kreis EsslingenTannenbäume und Kerzen, besinnliche Lieder und kreative Dekorationen, Selbstgestricktes, Kunsthandwerk und Gebäck: mit dem ersten Adventswochenende hat die Zeit der Weihnachtsmärkte begonnen. In etlichen Orten haben professionelle Händler und Vereine, Kindergärten, Schulen und soziale Organisationen ihre Stände und Buden aufgebaut. Die Marktplätze und Straßen waren gut gefüllt mit Besuchern auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken, und vielerorts kam auch der nachbarschaftliche Plausch beim Glühwein nicht zu kurz.

Familiär: Der Standort des Weihnachtsmarkts der Gemeinde Baltmannsweiler wechselt jährlich zwischen den Ortsteilen Hohengehren und Baltmannsweiler. Dort fand der Markt bislang bei der Kirche statt. Mit der Fertigstellung des neuen Rathauses und des kleinen Platzes davor ist der Markt dorthin umgezogen. Damit sind die etwa 15 Stände näher zusammengerückt, was sich an der ausgesprochen familiären Atmosphäre beim Markt bemerkbar machte. So waren die Stände mit weihnachtlicher Deko, selbst genähten Puppenkleidern und Krimskrams für das Regal zwar gut frequentiert, doch viele Besucher drängten sich in plaudernden Grüppchen mit wärmendem Glühwein an den Tischen in der Platzmitte.

Kreativ: Seit zehn Jahren findet im Schloss in Köngen ein vorweihnachtlicher Markt der besonderen Art statt. Beim „Advent im Schloss“ stellen Künstler und Kunsthandwerker aus der Region ihre Produkte vor und zeigen damit auch die künstlerische Vielfalt, die im Landkreis oft im Verborgenen blüht. 41 Aussteller hatten von Freitag bis Sonntag ihre Stände vom Gewölbekeller bis zum prächtig geschmückten Rittersaal im ersten Obergeschoss aufgebaut. Textilien und Taschen, Schmuck aus Silber und Glas, Grafik und Malerei, Seifen und Süßes bildeten eine beeindruckende Angebotspalette. Mit dabei war dieses Mal auch der deutsch-madagassische Verein Esslingen, der eine Auswahl handgefertigter Produkte aus der Ausbildungswerkstatt des Vereins anbot.

Ländlich: Beim Adventsmarkt in Lichtenwald, der in der Hauptstraße und auf dem Dorfplatz beim Rathaus Thomashardt stattfand, waren bei den rund 20 Ständen traditionell die Vereine, die Grundschule und die Kinderhäuser als Anbieter dominierend. Hinzu kamen einige Privatleute, die ähnlich wie die Vereine Selbstgebasteltes, Handgemachtes und Eigenproduziertes aus den Früchten von Feld, Wald und Wiesen rund um den Ort anboten oder, wie die Zimmerei hinter dem Rathaus, Handwerkskunst präsentierten. Weihnachtskitsch aus Plastik suchte man indes vergebens. „Wir wollen mit dem Markt unsere ländliche Tradition pflegen, das Ambiente auf dem Dorfplatz ist dafür gut geeignet und es wäre schön, wenn wir das künftig noch etwas ausbauen könnten“, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Constanze Pfaff.

Märchenhaft: Der Weihnachtsmarkt in Plochingen ist einer der ältesten und größten Märkte der Vorweihnachtszeit in der Region. Zum 41. Mal hatten in diesem Jahr 70 Händler und Handwerker, Vereine und Organisationen von Freitag bis Sonntag ihre Buden und Stände in der Marktstraße zwischen dem Alten Rathaus und dem Fischbrunnenplatz aufgebaut. Dekostücke aus Holz waren ebenso im Angebot wie Krippenfiguren und Spielwaren, Adventskränze und Baumschmuck, Gestricktes und Getöpfertes. Im Alten Rathaus stellten Künstler, Kunsthandwerker und Schmuckdesigner Werke aus Keramik, Glas, Silber und Papier aus. Seit einigen Jahren wird der Plochinger Weihnachtsmarkt von einem Märchen begleitet. In diesem Jahr war es der „Froschkönig“, der den Besuchern auf Texttafeln und an manchem Stand als Deko-Element begegnete.

Bodenständig: Der Weihnachtsmarkt im Ostfilderner Stadtteil Ruit präsentierte sich gewohnt bodenständig mit Angeboten aus heimischer Produktion. Rund 30 Stände waren in der Hedelfinger Straße und am Kronenplatz aufgebaut, in der Mehrzahl warben örtliche Vereine und Kindergärten um Kundschaft. Die Interessengemeinschaft Streuobst war mit Most und Bränden und Honig von örtlichen Wiesen vertreten, auch der Obst- und Gartenbauverein und der Albverein informierten. Kindergärten und die Abteilung Tanz im TB Ruit boten Deko-Artikel, Gebäck und Waffeln an.

Heimelig: Lediglich zehn Stände zählte der Weihnachtsmarkt im Ostfilderner Stadtteil Scharnhausen. Mit der Gruppierung der Stände in einem Kreis um den großen Weihnachtsbaum auf dem Platz beim Alten Rathaus war es gelungen, eine heimelige Atmosphäre zu schaffen. Viele Besucher nutzten den Markt für ein Treffen unter Freunden und Bekannten, die Stadtkapelle unterhielt bei einem Platzkonzert,Vereine und die Bücherei informierten über ihre Angebote und und hielten Geschenkartikel für Weihnachten parat. Bei der Verköstigung der Besucher tat sich die Scharnhausener Fasnetsgruppe Körschtaler Höllenwächter mit einer fantasievollen Kreation hervor. Sie bot Feuerzangenbowle vom Holzfeuer an, die unter „Dämonentee“ firmierte und guten Absatz fand.

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