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Fußball ist die beliebteste Sportart weltweit, die sowohl von Männern als auch von Frauen gerne ausgeübt wird. Der Frauenfußball in Deutschland hatte jedoch seit Beginn mit großen Widerständen zu kämpfen und wurde über mehrere Jahre hinweg sogar verboten. Während der Frauenfußball in anderen Ländern schon längst anerkannt und gleichberechtigt war, blieben Frauen in Deutschland vom aktiven Fußball immer noch ausgeschlossen. Leider gibt es auch heute noch unzählige Schattenseiten des deutschen Frauenfußballs, die nach Veränderungen rufen.

Der Beginn des Frauenfußballs in Deutschland

Im Jahre 1930 wurde der erste Frauenfußballverein in Deutschland gegründet, jedoch nicht wirklich von der Gesellschaft akzeptiert. Damals wurden die Fußballspielerinnen sogar mit Steinen beworfen, beschimpft und verspottet. Es wurden negative medizinische Erklärungen geliefert, um dem Fußball seine Männlichkeit zu bewahren. Frauen, die Fußball spielten, wurden zudem auch nicht mehr als Frauen angesehen, sondern als "Mannsweiber" oder "Eigenarten" bezeichnet. Im Jahre 1955 wurde der Frauenfußball vom DFB (Deutscher Fußball-Bund) gänzlich verboten. Der DFB unterband die Gründung von Frauenfußball-Vereinen, sowie auch die Nutzung von diversen Sportanlagen. Für Jahre kämpften die Frauen gegen dieses Verbot, welches im Jahre 1970 endlich aufgehoben wurde. Damals mussten sich die Frauen jedoch an verschiedenste Regeln und Begrenzungen halten. Zum Beispiel durften sie nur bei schönem Wetter spielen und mussten sich an die Spielzeit von zweimal 30 Minuten halten.

Die Erfolgsgeschichte der Frauen Nationalmannschaft

Eine Frauen-Nationalmannschaft gibt es in Deutschland erst seit 1982. Im Jahre 2003 gewann diese den Wettkampf um den Weltmeistertitel und zeigte auch bei den Olympischen Spielen beeindruckende Erfolge. Heute spielen mehr als 857.000 Frauen im DFB und trotzdem steht der Frauenfußball immer noch in der zweiten Reihe und wird nur gering wertgeschätzt. Dies sieht man besonders bei der Vergabe von Geldern, Trainingszeiten und den wenigen Zuschauern im Stadion. Hauptgründe der geringen Zuschauerzahlen, selbst bei der Bundesliga, sind spärliche Sponsorengelder und ein mangelndes Medieninteresse.

Im Gegensatz dazu steht Spanien. Denn da stellte man im März diesen Jahres, mit 60.000 Fans im Ligaspiel zwischen den Frauenteams von Atlético Madrid und dem FC Barcelona einen neuen Rekord auf. Dieser Zuschauer-Boom ist natürlich kein Zufall. Die Spanier haben für den Frauenfußball in den letzten Monaten verstärkt Werbung gemacht. Die durchschnittliche Zuschauerrate der Frauen-Bundesliga Spiele in Deutschland beträgt gerade einmal etwa 800 Zuschauer. Das Desinteresse am Frauenfußball in Deutschland liegt somit nicht an der sportlichen Leistung, sondern an seiner fehlenden Präsenz.

Der DFB sollte sich Spanien und die USA als Vorbild nehmen

In Deutschland fehlt dem Frauenfußball leider die kommunikative Unterstützung. Aufgrund der mangelnden Werbung weiß kaum jemand, dass viele Frauenfußballspiele sogar im Free-TV übertragen werden. PR-Aktionen, wie das Verteilen von Freitickets könnten die Zuschauerzahlen enorm erhöhen, so wie man dies auch in Spanien beobachten kann.

Die USA sind ebenfalls ein großes Vorbild was den Frauenfußball betrifft. In den USA hat sich der Frauenfußball zu einem heißbegehrten Sport entwickelt, der einzelnen Spielerinnen sogar Millionengagen beschert. Auch in Schulen und Vereinen bildet der Frauenfußball in den USA eine feste Basis. Deutsche Fußballspielerinnen können von hohen Zuschauerzahlen und fairen Gagen bis jetzt nur träumen. Sogar bekannte und erfolgreiche Fußballfrauen müssen deshalb neben dem Sport noch regulär arbeiten. Es wird somit höchste Zeit für den DFB, Maßnahmen zu ergreifen, um den deutschen Fußballfrauen das zu bieten, was sie sich über die letzten Jahre hinweg wahrhaftig erarbeitet haben.

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