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Auch Handball-Württembergligist TSV Wolfschlugen will wieder in die Erfolgsspur zurückfinden.

Kreis EsslingenDa will man sich konzentriert auf ein wichtiges Spiel vorbereiten, und dann kommt einem ein SEK-Einsatz dazwischen: Training verschoben, dazu fehlen noch wichtige Spieler – doch Drittligist TV Plochingen will sich davon nicht aus der Ruhe bringen lassen. In Scharnhausen hofft Betreuer Mattias Dunz von der HSG Ostfildern, eine Wette gegen seinen Bruder Sebastian Dunz vom Württembergliga-Konkurrenten TSV Wolfschlugen zu gewinnen. Und in der Landesliga will der TSV Denkendorf Handball spielen, nicht Rugby.

Männer – 3. Liga

„Das fängt ja gut an, das auch noch“, stöhnte TVP-Trainer Michael Schwöbel, als er am Donnerstagabend wegen des SEK-Einsatzes in Plochingen wie auch viele Spieler zu spät ins Training des TV Plochingen kam und dieses daher erst verspätet beginnen konnte. Es passte zu dieser Trainingswoche vor dem so wichtigen Spiel des Tabellen-15. beim Tabellennachbarn TV Hochdorf am Samstag (19 Uhr), in der es nicht so lief, wie Schwöbel es sich vorgestellt hatte. Luca Baur fiel und fällt mit Grippe aus, Top-Torschütze Christos Erifopoulos verpasste ebenfalls das Training, er war erst auf einem Lehrgang der Junioren-Nationalmannschaft und spielte am Donnerstag mit Frisch Auf Göppingen in der Bundesliga. Zudem war die Vorbereitung auf die Hochdorfer nicht einfach, da diese mittlerweile den vierten Trainer der Saison haben und dieser erst ein Training leitete. „Da ist jetzt die Frage, was kommt?“, sagt Schwöbel. Viel Unruhe also. „Das soll aber alles das Spiel am Samstag nicht beeinflussen“, hat sich Schwöbel vorgenommen. „Dieses Spiel läutet die heiße Phase der Saison ein, es wäre sehr sehr wichtig, es zu gewinnen. Wir schauen auf uns.“

Frauen – 3. Liga

Total entspannt fahren die Handballerinnen des TV Nellingen am Samstag (19 Uhr) zum ESV Regensburg. „Das ist die dankbarste Aufgabe überhaupt“, sagt TVN-Trainerin Veronika Goldammer. „Wir haben überhaupt keinen Druck, das hat uns damals auch geholfen, einen Punkt zu holen.“ Damals – das war das Hinspiel, bei dem der TVN überraschend ein 21:21 gegen die Regensburgerinnen erreicht hatte. „Der Druck ist ganz klar bei Regensburg, die wollen hoch, die wollen gewinnen, wir können ganz entspannt sein.“ Die Regensburgerinnen sind Zweite und kämpfen mit der TuS Metzingen II und der SG Schozach-Bottwartal um den Aufstieg. Für die Nellingerinnen geht es dagegen um den Klassenverbleib, sie sind derzeit Elfte. „In der vergangenen Woche ging es darum, die Köpfe frei zukriegen, um mit der gleichen Einstellung wie im Hinspiel und viel Spaß nach Regensburg zu fahren“, sagt Goldammer.

Männer – BW Oberliga

Die Grippewelle hat den TSV Neuhausen erwischt: Magnus Becker, Leon Pabst, Luis Sommer und Florian Distel sowie Trainer Markus Locher liegen flach. Am Donnerstag waren beim Tabellenzweiten lediglich acht Spieler im Training und nicht unbedingt mehr werden zum Spiel am Sonntag (17 Uhr) zum Vierten TVS Baden-Baden fahren, schätzt Außenspieler Daniel Roos. „Das heißt aber nicht, dass wir da nicht gewinnen wollen“, stellt Roos klar. Allerdings wird das gegen die aggressive 5:1-Deckung des Mitabsteigers und die zweitbeste Abwehr der Liga schwer. „Es muss bei uns – ähnlich wie in den vergangenen Wochen – alles perfekt laufen und wir dürfen nicht wie vergangenen Sonntag gegen die SG Köndringen/Teningen die Anfangsphase verschlafen.“ Denn da verlor der TSV letztlich mit 32:35.

Männer – Württembergliga

Zum Bruderduell kommt es am Samstag (20 Uhr) in der Körschtalhalle in Scharnhausen. „Wobei sich nur der eine bewegen wird, der andere sitzt auf der Bank“, scherzt Wolfschlugens Trainer Veit Wager. „Gut, vielleicht wird sich der Bewegungsradius von Matze auch steigern, wenn das Spiel emotionaler wird.“ Matthias „Matze“ Dunz ist Betreuer der HSG Ostfildern, die den TSV Wolfschlugen mit seinem Bruder Sebastian Dunz im Tor empfängt. „Das wird ein toughes Spiel“, sagt Wager, der mit Wolfschlugen am vergangenen Samstag mit 28:34 gegen den TSV Deizisau verlor. „Das war so ein Tag, da hättest du drei Stunden spielen können und es wäre nichts dabei herausgekommen.“ Gegen den Zehnten erhofft sich der Zweitplatzierte aus Wolfschlugen daher mehr. „Wir wollen die Scharte auswetzen“, sagt Wager. Die Ostfilderner und Matthias Dunz sind gewarnt: „Nach Heiningen ist Wolfschlugen die absolute Top-Mannschaft der Liga, auch wenn das Team im vergangenen Spiel geschwächelt hat. Der Rückraum ist richtig stark.“ Nichtsdestotrotz zeigte die HSG mit drei Siegen in Serie zuletzt einen Aufwärtstrend. „Zudem ist Nico Kriessler nach einem kleinen Durchhänger wieder gut drauf, Yannick Schlemmer sowieso und unser Torhüter Simon Weber hat zuletzt 40 Prozent gehalten. Das stimmt mich sehr positiv“, sagt Dunz, der mit seinem Bruder eine Wette laufen hat. „Die bleibt aber intern“, sagt er. Ausfallen wird bei der HSG nach wie vor Tobias Grimm (Fingerverletzung), Sebastian Pollichs Einsatz ist fraglich, er ist erkältet.

Der TSV Deizisau will in der Qualifikation für die eingleisige Württembergliga einen großen Schritt nach vorne machen und daher bei der HSG Langenau/Elchingen am Samstag (20 Uhr) punkten. Beim Sechsten wird das aber nicht ganz so leicht. Zudem ist der Einsatz von Abwehr-Stabilisator Lukas Lohmann gefährdet, er hat die Grippe. Arne Staiger vom TSV-Management warnt vor der Heimstärke der HSG und Rückraumspieler Felix Junginger: „Für mich ist er einer der besten Spieler der Liga. Er arbeitet extrem gut am Kreis plus dazu zu seinen Mitspielern. Er macht 15 bis 20 gute Aktionen pro Spiel. Ihn gilt es, in den Griff zu bekommen.“ Die Spielweise der HSG sei der des TSV ähnlich. „Die HSG spielt einen sehr schnellen, dynamischen Handball, der sehr schön anzusehen ist“, sagt Staiger. Noch schöner anzusehen wäre es für Staiger aber, wenn Deizisau gewänne.

Die SG Hegensberg/Liebersbronn ist am Samstag (19.30 Uhr) als Tabellen-14. nicht unbedingt der Favorit beim Dritten SG Lauterstein.

Frauen – Württembergliga

Wieder zeigen, was sie drauf haben, wieder ins Tempospiel kommen, wieder cool und locker sein – das sind die Ziele der HSG Deizisau/Denkendorf am Samstag (18 Uhr) beim TSV Urach. „Es war ok in den vergangenen Spielen, aber nicht so, wie wir uns das gewünscht hatten“, sagt Trainer Steffen Irmer-Giffoni. Ihm fehlte vor allem die Aggressivität in der Abwehr. „Wir müssen wieder mehr investieren“, fordert der Coach vom Tabellenfünften. Larissa Claren ist privat verhindert.

Männer – Landesliga

„Echter Handball geht nur mit Harz!“, sagt Denkendorfs Trainer Ralf Wagner. Er und der TSV Denkendorf wollen das am Samstag (20 Uhr) der HSG Rietheim/Weilheim beweisen. „Wir haben etwas gut zu machen“, sagt Wagner, der sich noch lebhaft an 27:27 im Hinspiel bei der HSG erinnert, in deren Halle Harzverbot herrscht. Das passte den Denkendorfern gar nicht. „Das waren für mich irreguläre Bedingungen, es war unschön und schwierig. Wir haben den Ball über die Linie getragen, das war wie Rugby, wir haben nur ein Rückraumtor gemacht. Das darf man nicht Handball nennen“, schimpft Wagner. Am Samstag gegen den Tabellen-13. der Staffel 2 will der TSV „ein deutlich besseres Spiel“ zeigen, schließlich will Wagner die gute Ausgangsposition, die sich der Tabellendritte erarbeitet hat, nicht wegwerfen. Jetzt sind sie auf Harz-Rache aus. „Wir werden den Ball so dermaßen vollharzen“, verspricht Wagner.

Die Tabellenführung der Staffel 3 will der TV Reichenbach weiter behalten. Und so selbstbewusst, wie das Team derzeit auftritt, ist der nächste Sieg so gut wie gewiss. Am Samstag (17.30 Uhr) ist der TVR bei der SG Lauterstein II zu Gast. „Sportlich läuft es einfach klasse“, freut sich TVR-Athletiktrainer Alec Farrell.“ Das Selbstbewusstsein ist groß, das haben wir uns über die gesamte Saison erarbeitet. Auch die schlechten Spiele gewinnen wir.“ Gegen die SG soll es aber ein gutes werden und das klappt, wenn die Reichenbacher eine „richtig konzentrierte Leistung bis zum Schluss abrufen und die Lautersteiner nicht unterschätzen“, sagt Farrell. „Wir wollen die nächsten zwei Punkte holen , sodass uns auf dem Weg hoch in die Verbandsliga nichts mehr aufhält.“ Noch eine Woche pausieren muss Fabian Tonn (Achillessehnenverletzung).

Bezirksliga

Der TV Altbach empfängt an diesem Samstag (20 Uhr) den TSV Grabenstetten. „Wir stellen uns gegen Grabenstetten auf ein körperbetontes Spiel ein“, sagt der Altbacher Co-Trainer Steffen Braun. „Schon im Hinspiel ging es ordentlich zur Sache. Da müssen wir kämpferisch dagegenhalten und unsere Chancen besser vorbereiten und dann konsequent vollenden.“ Einige Spieler gehen angeschlagen in die Partie.

Der TSV Wolfschlugen II spielt ebenfalls am Samstag (20 Uhr), und zwar beim HT Uhingen/Holzhausen. „Das ist ein schweres Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten“, sagt Wolfschlugen-Spieler Yannik Elsässer. „Wir werden alles versuchen, um so lange wie möglich mitzuhalten und vielleicht die Überraschung zu schaffen.“

Bezirksklasse

Das Team Esslingen II hat in dieser Saison gegen die Topteams noch nichts geholt. Nun kommt am Samstag (18 Uhr) die HSG Leinfelden/Echterdingen. „Wir müssen das positive aus der Niederlage zuletzt mitnehmen, um gegen Leinfelden/Echterdingen, den nächsten Aufstiegsaspiranten, die Punkte in Esslingen zu behalten“, sagt Team-Trainer Erwin Kreiter.

Die HSG Ostfildern II hatte es vergangene Woche mit der HSG Leinfelden/Echterdingen zu tun und am Ende deutlich verloren. Im Heimspiel gegen den TSV Grabenstetten II am Samstag (18 Uhr) wollen die Ostfilderner aber auf der starken zweiten Hälfte aufbauen. „Wir wollen auf der Angriffsleistung in diesem Durchgang etwas mit in das erste Heimspiel des Jahres nehmen, um den Sieg zu holen“, sagt HSG-Spieler Fabian Probst.

Kreisliga A

Der TSV Deizisau muss an diesem Samstag (15 Uhr) bei der TG Nürtingen II ran. Für die Deizisauer geht es darum, sich weiter im gesicherten Mittelfeld zu festigen.

Anders ist die Ausgangslage in Neuhausen, wo Tabellenführer TSV Neuhausen II den Tabellenzweiten SG Hegensberg/Liebersbronn II am Samstag (17 Uhr) empfängt. „Wir freuen uns auf das Spitzenspiel und wollen über eine hervorragende Abwehr den Jungs von Hegensberg/Liebersbronn unser Spiel aufzwingen und über einfache Ballgewinne unsere Tore erzielen“, sagt Neuhausen-Trainer Marco Schwab. „Genau für solche Spiele trainieren wir das ganze Jahr.“

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