Der bei Mitarbeitern und Besuchern gleichermaßen beliebte Paternoster im Stuttgarter Rathaus steht nun still. Foto: EZ - Schütze

Die bei Mitarbeitern und Besuchern beliebten Paternoster stehen vorübergehend still. Nach einem Arbeitsunfall müssen vor der Wie­der­in­be­trieb­nah­me rechtliche Fragen geklärt werden.

Stuttgart (dpa/lsw)Die drei Paternoster im Stuttgarter Rathaus sind vorübergehend außer Betrieb. Grund dafür ist ein Arbeitsunfall, wie die Stadtverwaltung am Dienstag mitteilte. Ein Mitarbeiter hatte sich demnach bei der Benutzung eines der historischen Aufzüge einen Bruch zugezogen. Nach dem Unfall habe der Mitarbeiter selbstständig einen Arzt aufsuchen können, erklärte Stadtsprecher Sven Matis. Nähere Angaben machte die Stadt nicht. Der Unfall hatte sich demnach schon vor einigen Wochen ereignet. Bis zum Montag drehten die Paternoster aber weiter ihre Runden, da die Meldung erst spät erfasst und an die Personalabteilung weitergeleitet worden sei. Die Stadt klärt derzeit rechtliche Fragen zum Betrieb, bevor sich die Paternoster wieder drehen können. Matis zeigte sich zuversichtlich, dass die Aufzüge vor Beginn des Weihnachtsmarktes wieder fahren. Die drei Paternoster im Stuttgarter Rathaus sind seit 1956 in Betrieb und sowohl bei Mitarbeitern als auch bei Besuchern des Rathauses beliebt. 2015 wurde der Betrieb schon einmal für acht Wochen unterbrochen, nachdem der Bund in einer Verordnung den öffentlichen Betrieb von Paternostern untersagt hatte. Nach heftigen Protesten wurde die Verordnung wieder aufgehoben. In den Paternostern im Rathaus liegen seither aber Betriebsanleitungen mit Sicherheitshinweisen und Verhaltensregeln auf Deutsch und auf Englisch aus. Die Benutzung erfolgt auf eigene Gefahr.

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