Ein libanesischer Soldat am Explosionsort im Hafen von Beirut. Foto: AP/Thibault Camus

Im Libanon hat die Suche nach den Schuldigen für das Inferno begonnen. Womöglich will der Staat aber gar nicht alle finden.

Beirut - Auf ihrem letzten Foto strahlen die Feuerwehrleute in dem Minibus gut gelaunt in die Kamera. Brand im Hafengelände, das zehnköpfige Team glaubt sich am Dienstagnachmittag auf einem Routineeinsatz. Vor Ort versuchen sie zunächst, mit einer Brechstange das schwere Eisentor der Halle 12 zu öffnen, um an den Brandherd heranzukommen. Plötzlich explodiert die Halle neben dem gigantischen Getreidesilo. Eine erste Säule aus grau-weißem Rauch schießt in den Himmel. Zahlreiche kleinere Blitze sind auf Handyvideos von Augenzeugen zu sehen. Kaum 30 Sekunden später dann verwandelt ein orange-roter Explosionspilz aus 2750 Tonnen Ammoniumnitrat halb Beirut in ein Trümmerfeld.

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