DFB-Präsident Fritz Keller (links) und Bundestrainer Joachim Löw Foto: dpa/Christian Charisius

Die Entscheidung für Bundestrainer Joachim Löw ist längst gefallen, doch ansonsten herrscht beim DFB das große Schweigen. Dies wird sich auch in naher Zukunft nicht ändern.

Frankfurt/Main - DFB-Präsident Fritz Keller will sich zwei Tage nach dem Bekenntnis zu Bundestrainer Joachim Löw zunächst nicht weiter zur Thematik äußern. Dies sagte der Verbandsboss bei einem Termin am Mittwoch in Frankfurt am Main. „Wir reden heute nicht über die Nationalmannschaft. Wir reden auch nicht über das 6:0 in Sevilla, obwohl das sehr reizvoll wäre für den einen oder anderen. Wir wollen heute unseren Fokus setzen auf die Helden und Heldinnen des Fußballs“, sagte der 63-Jährige. Bei dem Termin ging es um eine paneuropäische Studie zum Wert des Amateurfußballs.

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DFB-Direktorin Mirjam Berle hatte zuvor gesagt, dass es in der Video-Pressekonferenz keine Fragen zur Nationalmannschaft und Löw geben solle. Die Bühne gehöre den Amateuren. „Ihnen gehört unsere Anerkennung und unsere volle Wertschätzung“, sagte Berle.

Der DFB hatte am Montag nach einem Gipfel in Frankfurt mitgeteilt, trotz des 0:6-Desasters in Spanien an Löw festzuhalten. Am Mittwoch berichtete die „Bild-Zeitung“ unter Berufung auf Kreise des Präsidiums, Keller habe Löw zuletzt dreimal gebeten, den bis zur WM 2022 laufenden Vertrag mit Löw schon nach der EM 2021 zu beenden. Zu diesem Thema wollte Keller am Mittwoch nichts sagen.

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