Die DFB-Elf setzte wieder ein Zeichen für Menschenrechte. Foto: dpa/Stefan Constantin

Vor der Partie in der WM-Qualifikation in Rumänien hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft erneut ein Zeichen für die Einhaltung der Menschenrechte gesetzt.

Bukarest - Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat vor dem WM-Qualifikationsspiel in Rumänien mit einer weiteren Aktion die Einhaltung der Menschenrechte eingefordert. Die Mannschaft präsentierte sich beim Gruppenfoto wie die Ersatzspieler auf der Tribüne in umgedrehten Trikots mit den Rückennummern nach vorne. Durch die Präsentation der Zahlen wollten die Spieler offenbar auf die 30 Artikel in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen hinweisen. „Wir für 30!“, hieß es auf dem Twitter-Account der Nationalmannschaft.

Schon beim Spiel gegen Island (3:0) hatte sich das Team am Donnerstag mit der Aufschrift „Human Rights“ gezeigt. Damit zielte das DFB-Team auch auf die Arbeitsbedingungen im WM-Gastgeberland Katar ab. Auch die Teams von Norwegen, Dänemark und die Niederlande hatten die Länderspiele zu Protestaktion genutzt. Der Weltverband Fifa verzichtete bislang auf Sanktionen gegen die Teams, obwohl politische Statements bei Spielen eigentlich untersagt sind.

Die Fußball-WM 2022 war 2010 an Katar vergeben worden. Das Land steht international immer wieder wegen der Ausbeutung von Gastarbeitern in der Kritik. Nach Recherchen des „Guardian“ sind in den vergangenen zehn Jahren mehr als 6500 Arbeiter aus fünf asiatischen Ländern in dem reichen Emirat gestorben. Katars Regierung erklärte, dass sie in den vergangenen Jahren mit Reformen die Lage der Arbeiter deutlich verbessert habe.

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