Thomas Gentner beobachtet das Geschehen auf dem Platz. Foto: Archivfoto: Herbert Rudel - Archivfoto: Herbert Rudel

Thomas Gentner, Trainer des Fußball-Bezirksligisten TSV Deizisau, spricht im Interview über den bisherigen Saisonverlauf und etwaige Stolpersteine.

DeizisauAufstiegskandidat TSV Deizisau hat in der Fußball-Bezirksliga die Tabellenspitze erklommen. Trainer Thomas Gentner spricht über den bisherigen Saisonverlauf, ärgerliche Punktverluste und etwaige Stolpersteine.

Herr Gentner, Sie sind mit dem TSV Deizisau nun auf Platz eins angekommen. Ist dem Team der Aufstieg überhaupt noch zu nehmen?
Ich glaube, wenn man auf die Anzahl der Spiele schaut, erübrigt sich die Frage (lacht). Es ist noch viel zu früh, über solche Themen zu sprechen. Die Tabellenführung ist natürlich eine schöne Sache und motiviert uns ungemein – es sollte aber nicht dazu verleiten, jetzt schon an nächsten Juni zu denken. Das wäre fatal.

Wie zufrieden sind Sie denn mit dem bisherigen Saisonverlauf?
Wenn man auf die Tabelle schaut, geht es ja nicht besser. Aber auch sportlich ist es bisher sehr gut für uns gelaufen. In den meisten Spielen haben wir überzeugende Leistungen gebracht und meiner Meinung nach nicht unverdient 22 Punkte gesammelt. Natürlich hatten wir auch mal Ausrutscher nach unten, zum Beispiel die Niederlagen gegen Erkenbrechtsweiler/Hochwang und Kuchen. Aber die Mannschaft hat jedes Mal eine gute Reaktion gezeigt – und das ist das Wichtige.

Deizisau hat bislang dreimal Punkte liegengelassen, unter anderem gegen den FV Plochingen und den FTSV Kuchen. Warum ausgerechnet gegen diese beiden Kellerteams?
Schwer zu sagen. Es wäre zu kurz gedacht, der Mannschaft mangelnde Einstellung vorzuwerfen. Das waren eher ganz normale Entwicklungen, die dazu geführt haben. Wir waren teilweise zu schlafmützig und das Spiel nach vorne hat nicht funktioniert – und dann lässt man gegen so starke Kontermannschaften wie Kuchen oder Plochingen auch mal Punkte liegen.

Wo gibt es noch das größte Steigerungspotenzial?
Wir müssen in allen Bereichen weitermachen. Gut ist, dass wir im Vergleich zur Vorsaison deutlich weniger Gegentore bekommen. Und auch im Spiel nach vorne sind wir sehr variabel, wir spielen es gut hinten raus. Aber wie gesagt: Wir wollen überall noch besser werden, vor allem als Mannschaft.

Zum Abschluss noch ein kleiner Ausblick: Den ersten Platz wollen Sie jetzt wahrscheinlich nicht mehr so schnell abgeben?
Klar, es muss das Ziel jeder Woche sein, in der Tabelle nicht mehr abzurutschen. Das ist unsere Vorgabe. Aber natürlich wird es auch ein wenig davon abhängen, ob wir von Verletzungen verschont bleiben. Am Wochenende hat sich zum Beispiel Alassane Braun verletzt. Wir hoffen zwar, dass er in etwa drei Wochen wieder mit dabei ist, doch eins zu eins ersetzen können wir ihn in dieser Zeit nicht. Davon unabhängig wollen wir weiter regelmäßig an unsere Leistungsgrenze kommen und guten Fußball spielen – und wenn wir das schaffen, sind wir momentan einfach sehr schwer zu schlagen.

Das Interview führte Jakob de Santis.

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