Daniel Kraaz (links) ist nicht mehr lange Trainer des Team Esslingen. Foto: Herbert Rudel - Herbert Rudel

Ob Volker Picard übernimmt oder es eine externe Lösung gibt, entscheidet der Verein demnächst.

EsslingenNun also doch: Trainer Daniel Kraaz wird den Handball-Landesligisten Team Esslingen am Ende der Saison nach drei Jahren verlassen. Kürzlich hatte es von Vereinsseite noch geheißen, der Coach werde seinen noch für die kommende Saison gültigen Vertrag erfüllen. „Ich habe das Gefühl, dass der Mannschaft ein Wechsel vielleicht gut tut, und mir auch“, sagt Kraaz nun jedoch. Abteilungsleiter Reinbert Ulrich erklärt: „Wir wollten mit ihm weitermachen, aber akzeptieren seinen Wunsch. Wir gehen komplett im Guten auseinander.“

Die Esslinger sind nach Ulrichs Aussage mit Kraaz’ Arbeit zufrieden. Mit der Entwicklung der Mannschaft sind sie und der Trainer selbst es jedoch nicht. Kraaz sollte das Team zurück in die Württembergliga führen, nun kämpfen die Esslinger um die Qualifikation für die neu eingeführte Verbandsliga. Der momentane Platz vier würde reichen, aber die Konkurrenz lauert dicht dahinter. Vor allem das inkonstante Auftreten der Mannschaft ist schon länger auffällig. Dem ganz schwachen Auftritt etwa beim 20:35 beim TV Aixheim folgte zuletzt eine überragende Leistung beim 24:19 gegen den Tabellenzweiten SG Ober-/Unterhausen. „Diese Schwankungen sind für mich nicht nachvollziehbar“, erklärt Kraaz.

Die Esslinger wollen in den kommenden Tagen entscheiden, wie es auf der Trainerposition weitergeht. Eine Möglichkeit ist, dass Kraaz’ Mit-Coach Volker Picard übernimmt. Ohnehin will sich das Team vom Modell mit zwei Cheftrainern verabschieden. „Davon haben wir uns mehr erhofft“, sagt Ulrich. Und weiter: „Unser Urgestein Volker Picard wollen wir auf jeden Fall im Verein halten. In welcher Position, ist noch offen.“ Auch die Kaderplanung ist noch nicht abgeschlossen, vor allem Rückraumspieler stehen auf der Wunschliste.

Kraaz’ Zukunft ist derweil offen. Die A-Jugend der JSG Deizisau/Denkendorf, die er auch noch betreut, will er am Ende der Saison ebenfalls abgeben. „Es gab bisher eine lose Anfrage. Ich habe schon Lust, wieder etwas zu machen“, erklärt er. Beim Team will er sich nach drei Jahren mit der Qualifikation für die Verbandsliga verabschieden.

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